Zum 4. Kyu: Es war Wald angesagt. In der Nähe der Hardenburg in Bad Dürkheim fand unser letzter Unterrichtstag im 2.Intensivkurs zum Ausbilder statt. Nur noch 2 Teilnehmer konnte unser Kurs vorweisen, da es sich allerdings um einen Lehrgang zum 4.Kyu-Grad handelte, bekamen wir noch Verstärkung von einem weiteren Schüler. Nachdem es wohl die Nacht über durch geschneit hatte, mussten wir uns warm einpacken um im kalten Weiß nicht zu erfrieren. Nach kurzer Aufwärmphase und einem Aufstieg unter erschwerten Bedingungen war jedem jedoch schnell warm. Es ist interessant, welche Möglichkeiten man im Schnee doch hat, aber auch welche Nachteile es gibt. So konnten wir "Überwinden von Hindernissen" nur bedingt und in geringem Maße durchführen. Dafür haben wir über Strategie, Taktik, Bewegen und Tarnen im Schnee umso mehr gelernt. Es war ein gelungener Abschluss dieses Ausbildungsabschnittes.

Zum 5. Kyu: Dieser Lehrgangstag war wirklich etwas Besonderes. Auf dem Plan stand unser zweiter Goton-po-Lehrgang. Wir trafen uns zum Teil vor dem Dojo Limburgerhof und fuhren dann gemeinsam zur Hardenburg nach Bad Dürkheim. Dort angekommen sahen wir uns mit einem Parkplatz voller schwarz gekleideter Menschen und der schönsten weißen Schneepracht konfrontiert. Nach dem Aufwärmen in der weißen Pracht machte unser Lehrgang sich daran, die gelernten Dinge aus dem ersten Goton-po zu rezitieren. Dann folgte das lautlose bzw. tierähnliche Bewegen, welches sehr interessant war. Einfach allerdings keineswegs. Auch das nun folgende Tarnen und Verstecken erwies sich als sehr interessante Disziplin, schon interessant wie man so als Stein, Baum oder Felsspalte aussieht. Ganz so gut wie Rambo sind wir da zwar noch nicht, aber wir arbeiten daran. Das ganze gipfelte dann gleich noch in einer Suchaktion von drei bei einem Versteckspiel verloren gegangenen Personen. Dies war ebenfalls eine gute Übung, da die zwei Meister der Tarnung waren, denn Sie waren mit unserer Gruppe nach oben gegangen, setzten sich aber noch vor dem Versteckspiel ab und entpuppten sich später als IKA2 Teilnehmer. Nun ja, da sieht man mal was alles organisatorisch so schief gehen kann. Unsere Ausbilder hatten sogar für heiße Getränke gesorgt. Viel Lob und Anerkennung dafür. Nachdem wir unsere Suchaktion dann beendet hatten, bekamen wir noch eine Unterweisung, wie man sich im Gelände zurecht findet und fuhren schließlich zurück ins Dojo Limburgerhof. Nach der Mittagspause ging es dann recht ruhig weiter. Wir hatten einige Einheiten praktischen Unterricht in dem wir im Schachbrett unsere Shinai-Techniken und Bo-Techniken verfeinern konnten und danach übten wir noch einige Hebel und Würfe. Darauf folgten einige Einheiten Theorie, in denen wir mit viel Spaß etwas über die japanische Schrift und das Leben in Japan lernten.
Zum 7. Kyu: Nach dem Aufwärmen auf dem Parkplatz stiegen wir ein Stück den Berg hoch und grüßten dort an. Danach trainierten wir im Schachbrett. Daraufhin trainierte jeder für sich die Techniken, die er für den 7. Kyu beherrschen musste. Nach einer kleinen Pause fuhren wir mit Happo-no-kamae mit geschlossenen Augen fort, um Bewegung unter erschwerten Bedingungen (Glätte) zu üben. Wir wurden danach in die Orientierung im Gelände eingewiesen. Zuletzt übten wir Fallschule. Daraufhin verließen wir den Wald. Senpai Sarah wies uns in die Geografie und die wichtigsten Fakten Japans ein. Im Anschluss daran erhielten wir von O-Senpai Sabrina Informationen über die Historie Japans. Wir übten die verschiedenen Falltechniken, die wir bereits erlernt hatten. Zuerst selbstständig, dann unter Anweisung des Lehrers. Wir führten in Partnerübung die Grundschläge mit dem Shinai im Gehen aus. Gegen Ende folgten Konzentrationsübungen. Daraufhin folgte Abgrüßen und Abbauen.
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