Vom 04.08. bis zum 09.08. fand
unser alljährliches Zeltlager in Gerbach/Pfalz, das von über 50
Teilnehmern besucht wurde, statt. Gespannt auf eine aufregende und
lehrreiche Woche fanden sich alle Teilnehmer am Samstagmittag auf
dem Campingplatz ein. Sofort begannen alle mit dem Aufbau des
Lagers, da es bis zur Ankunft des Shihan, der direkt von dem
Budo-Camp in Holland anreiste, stehen sollte. Hinzu kam, dass an
diesem Abend ein Seefest auf dem Campingplatz veranstaltet wurde
und wir diese Gelegenheit nutzten spontan eine kleine Vorführung
einzustudieren und abends vorzuführen. Am nächsten Morgen sorgte
O-Senpai Timo Gartner dafür, dass alle ihre körperlichen Grenzen
erreichten, indem er ein 30minütiges Fitnessprogramm durchzog. Teil
dessen war, dass jeder so viele Liegestützen mit Schwerpunkt auf
maximal- und Schnellkraft, sowie Situps machen sollte wie es ihm
möglich war. Dieses Programm wurde bis zum Ende des Zeltlagers
jeden Morgen gemacht und mit gemeinsamen 400 Oi-Tsukis, die sich
die nächsten Tage auf 490 bzw. 500 steigerten beendet. Da wir von
dem Gasthof am Campingplatz mit Frühstück und Abendessen versorgt
wurden, fiel die Aufgabe des Küchendienstes weg. So konnte der
ganze Tag genutzt werden um in verschiedenen Gruppen, nach können
aufgeteilt, zu trainieren. Außer in die Trainingsgruppen wurden
alle Teilnehmer zu Beginn des Lagers in zwei Abteilungen, die Washi
und die Tora aufgeteilt. Leiter der Gruppe Washi war O-Senpai
Angela Damian, Leiter der Gruppe Tora O-Senpai Timo Gartner.
Aufgabe dieser Abteilungen war unter anderem sich mit den
Nachtwachen abzuwechseln. Aufgrund des heißen Wetters wurde das
Schwimmbad von einigen gerne in der Mittagspause genutzt um sich
abzukühlen, denn durch die einstündigen Trainingseinheiten, die auf
den Vor- und Nachmittag verteilt waren, kam man schnell ins
Schwitzen. Geleitet wurden diese Einheiten von Shihan, Sensei-ho
Thorsten, verschiedenen Ausbildern, oder Schülern mit höheren
Kyu-Graden, so dass jeder viele verschiedene Arten von Training
kennen lernte. Der dritte Tag verlief ähnlich wie der zweite, nur
dass mittags eine Trainingseinheit für alle im Wald stattfand, die
von Sensei-ho Thorsten Klein geleitet wurde. Am Abend wurde eine
Sonderübung absolviert, in der es darum ging, sich möglichst
schnell seinen Gi, mit geschlossenen Augen anzuziehen. Diese Übung
sollte als Vorbereitung auf einen Möglichen nächtlichen Einsatz
dienen, in dem man auch bei Dunkelheit schnell den Gi anziehen
können muss. Leider wandelte sich das gute Wetter der ersten drei
Tage am vierten Tag in Dauerregen. Und gerade da kamen uns die
Pfadfinder besuchen, wie sie es schon letztes Mal taten. Sie bauten
ihr Gemeinschaftszelt neben unseren auf und durften einen
kompletten kleinen Anfängerkurs im Training genießen. Der Frühsport
und die erste Trainingseinheit wurde noch tapfer im Regen
absolviert, aber die folgenden Einheiten fielen aus, stattdessen
versammelten sich alle am Schwimmbad, übten Leute vorm Ertrinken zu
retten und lernten das Gefühl kennen wie schwer es ist mit Kleidung
zu schwimmen, in dem Falle in einem Judo-Gi. Danach ging es unter
die heiße Dusche. Nach dem Essen wurde nochmals eine Übung für
einen nächtlichen Einsatz absolviert, diesmal mussten sich alle in
Schlafanzug in ihrem Zelt in den Schlafsack legen und auf Kommando
versuchen innerhalb von 2 min. einsatzbereit mit Gi im Dojo zu
sein. Beim dritten Durchgang gelang es, dass alle innerhalb einer
akzeptablen Zeit von zwei Minuten mit Gi und Waffe im Dojo standen.
In derselben Nacht kam es zu einem Übungseinsatz und es zeigte
sich, dass die Übungen sich bewährt hatten. Einige wurden
beauftragt das Lager abzusichern und musste versuchen sich für
mögliche Eindringlinge so unsichtbar wie möglich zu machen.
Kontrolliert wurden deren Positionen einerseits vom Shihan,
andererseits ihre Wirksamkeit vom Sensei-ho, der von außen um das
Lager lief und testete ob die Wachposten gut zu erkennen seien oder
nicht. Nach ca. 40min. konnten alle wieder schlafen gehen, die
Übung war gut verlaufen. Am nächsten und letzten Trainingstag ließ
es das Wetter zu, dass trainiert werden konnte. Außerdem machten
einige Schüler und Ausbilder Prüfung, die alle erfolgreich
absolviert wurden. Eine Trainingseinheit fand für eine Gruppe
nochmals im Wald statt. In dieser Einheit galt es Unterstände zu
bauen, unter denen man Schutz vor schlechtem Wetter und eine
Tarnung vor Feinden fand, da waren uns die Pfadfinder eine große
Hilfe, weil sie sich mit so was auch schon öfters beschäftigt
hatten. Also konnten wir uns perfekt ergänzen und sorgten selbst
für richtiges Bewegen, Disziplin etc. im Wald und die Pfadfinder
wussten welche Hölzer für welche Bedingungen geeignet waren. Das
letzte Gemeinsame Abendessen kochten uns auch die Pfadfinder, es
gab Lamskau (?) und Chilli Con Carne, war vielleicht nicht
jedermanns Sache aber viele haben echt reingehauen. Der letzte
Abend wurde von allen entweder an der Bar am See oder am Lagerfeuer
genossen. Am nächsten Morgen fiel der Frühsport so wie das aufgrund
des Wetters aus. So machten sich alle schon vor dem Frühstück daran
ihre Sachen zu packen, dass sie möglichst schnell nach dem
Frühstück abreisen konnten.
Stimmen zum Zeltlager: KRISTIN KRÜGER: "Es war meine erste
Begegnung mit Vereinen des TRB und der Kampfkunst. Ich war
überrascht über den Zusammenhalt und die warme, freundliche
Atmosphäre, die Harmonie, die zwischen so vielen verschiedenen
Menschen (Pfadfinder inklusive) herrschte. Man kam sich vor wie in
einer großen Familie und ich danke allen sehr herzlich, dass ich
als Neue so gut aufgenommen wurde. Das Training war recht intensiv,
sehr abwechslungsreich und mir gefielen vor allem die vielen
verschiedenen Elemente und die philosophischen Gedanken. Leider
schlug das Wetter nach einem schönen, sonnigen Tag plötzlich um,
trotzdem bedauere ich es, dass das Zeltlager nur 6 Tage ging und
der Aufbruch dank Regenguss ohne Morgentraining ablief. Besonders
die Exkurse in den Wald und ins Freibad (natürlich am sonnigsten
Tag überhaupt) empfand ich als sehr lehrreich und boten eine schöne
Ergänzung zu den Stunden im Dojo oder auf der Wiese. Nur ein
einziger Kritikpunkt: (Warum wird Tako-ryu-bushido nicht in meiner
Nähe gelehrt??? J) 2 Schichten Nachtwache waren ein wenig stressig,
die letzte Stunde war sehr anstrengend und man schlief bald im
Stehen ein. Ich freue mich schon auf nächstes Jahr und das nächste
Zeltlager und hoffe, dass jeder, der Lust hat, auch Zeit dazu
findet." WANJA BESELT: "Abschließend lässt sich sagen, dass es ein
sehr gelungenes Lager war, mit bereicherndem Training und einer
tollen Gruppengemeinschaft. Einige Teilnehmer haben wir nach ihrer
Meinung gefragt. Teils fanden sich dass das Lager zu kurz war und
sie gerne noch länger trainiert hätten, andere wiederum waren froh
dass sie nicht noch länger bei Regen zelten mussten, und waren auch
körperlich nicht mehr fit. In dieser Hinsicht waren die Meinungen
verschieden, jedoch nicht in der, dass das Training eine große
Bereicherung und die Gemeinschaft toll war. P.s.100% der Leute
fanden es toll keinen Küchendienst zu haben und nicht Angst vor
Wespen am Eis-Tee Kanister gestochen zu werden!" PETER VOGELMANN:
"Meiner Meinung nach war dieses Zeltlager das Beste von allen, in
denen ich je mittrainiert habe. Die Leute waren nett, dass Training
sehr ausgewogen und der Frühsport gewohnt anstrengend. Außerdem gab
es wieder allerlei zu erleben. Ob es jetzt das Waldtraining, die
Rettungsschwimmeinheit oder die gute Küche der Pfadfinder waren. Es
war interessant und hat Spaß gemacht. Im Großen und Ganzen kann ich
sagen, dass dieses Zeltlager eine unglaubliche Bereicherung war.
Weiter so." THORSTEN KLEIN: "Von meiner Sicht her war das
diesjährige Zeltlager eines der harmonischsten und
reibungslosesten, die wir je hatten. So bleibt mir nur der gesamten
Gruppe für ihre Hilfsbereitschaft und Mitarbeit zu danken und mich
aufs Zeltlager nächstes Jahr zu freuen."
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