Montag, 17.März 2008, 16.00 Uhr: Die letzten Kleinigkeiten werden ins Gepäck gestopft. Das „kleine“ Handgepäck mit Fotoausrüstung gewogen und gerade noch so für tragbar erklärt. Das Hauptgepäck braucht man nicht wiegen, das muss einfach so passen, weniger geht nun mal nicht. Auf die Uhr geschaut: gleich müssten die Reise-Kollegen vorfahren, um gemeinsam zum Flughafen aufzubrechen. Minuten vergehen. Man könnte sich ja schon mal nach unten vor die Tür stellen. Gesagt, getan. Gepäck aufgesattelt, und… verdammt… doch noch was vergessen. Noch mal schnell rein, gesucht, gefunden… auf die Uhr geschaut… noch mal schnell auf d
ie Toilette… hab ich nicht doch was vergessen?... mir fällt nichts ein, wird schon alles drin sein, ist ja auch schwer genug… vor die Haustür gestellt. Die Passanten schauen einen schräg an mit all dem Gepäck, als wäre ich vor die Tür gesetzt worden…naja… auf die Uhr geschaut… so langsam müssten Sie aber kommen… noch was vergessen?? … ah da kommen Sie ja endlich. Begrüßung, Gepäck ins Auto hieven, Größenvergleich… Bewunderung über die kleinen Gepäckstücke der Kollegen… wie haben die nur alles in das kleine Köfferchen bekommen??... naja, wohl doch wieder zu viel dabei. Egal jetzt. Schon geht es los! Hurra!…verdammt…doch was vergessen…
Montag: 17. März 2008, ca. 17.30 Uhr. Frankfurter Flughafen: Nach schier endloser Parkplatzsuche im labyrinthartigen Parkhausheißt es wieder Aufsatteln und losmarschieren… ein endloser Flur in Richtung Terminal… gibt`s denn hier kein Fahrband?? 15 Minuten später: Endlich, Schalter in Sicht. Das Empfangskomitee ist auch schon da. Alle sind gespannt und die Vorfreude steht den meisten ins Gesicht geschrieben. Letzte Instruktionen, Gepäck abliefern, hoffen, dass es nicht zu schwer ist… ah… Glück gehabt… wär ja doch noch was reingegangen! Verdammt. Treffpunkt mit der Gruppe im Keller-Restaurant. Kurze Vorstellung. Ahja, der ist dabei, die,… kenn ich nicht, auch nicht, … wer sind nur all die fremden Leute hier? Naja, man wird sich schon noch kennen lernen. Passt schon. Noch ein paar Informationen zum Ablauf und der Ankunft und los geht`s. Verabschiedung von den Zurückbleibenden… bis in 2 Wochen! Noch schnell was Essen und in den Dschungel der Sicherheitsüberprüfungen. Alles Ablegen und Ausziehen was Metall an sich hat, Notebook-Überprüfung separat…wusste ich`s doch. Die Kollegen warten schon… jaja, Moment noch. Safety First! Ab
er jetzt… Schnell noch mal die Toilette gesucht, Kollegen im Duty-Free-Shop und dann… warten aufs Boarding. Das dauert…endlich. Rein ins Flugzeug, und… Mann, sind die Sitze aber eng, nicht für 1,90 m Körpergröße gemacht, besonders die Beinlänge wird wohl unterschätzt. Platztausch mit dem Nachbarn, um wenigstens am Gang zu sitzen und die Beine ab und zu strecken zu können und um die Kniescheibe entlasten zu können nach permanentem Druck durch den vorderen Sitz. Alles verstaut, angeschnallt und los geht`s. Sayounara Doitsu! Herzlich Willkommen Japan! Eine Lange Nacht, einige (mehr oder weniger) köstliche Speisen und 2 von 3 deutschen Filmen später… Land in Sicht. Meine Beine freuen sich schon.
Dienstag, 18.März 2008, ca. 16.00 Uhr, eine andere Zeitzone: Die Reifen setzen auf, Quietschen, Poltern und Bremsen. Endlich angekommen. Nippon! Aussteigen, Strecken und überall freundliche Gesichter… außer bei der Passkontrolle… der möchte noch meinen Aufenthaltsort in Japan wissen… Kyoto? Tokyo? Nach mehrmaligem Nachfragen akzeptiert er meine recht ungenaue Angabe, aber die genaue Anschrift der Hotels habe ich doch nicht im Kopf… Der Kollege hinter mir schaut mich schon mit verzweifeltem Blick an, als er auch dran ist. „Kyoto“ rufe ich ihm noch zu… „Reisegruppe“!... Akzeptiert. Geht doch!
Gepäckaufnehmen, Gruppe versammeln, Ticket-Schalter fürs Japan-Rail-Ticket suchen… Die Zeit drängt. Der Zug wartet nicht. Wenige Minuten und 26 Formulare fürs Ticket später sitzen alle im Zug nach Tokyo. Von dort aus eilig z
um Shinkansen nach Kyoto. Alles knapp kalkuliert, aber unsere Genauigkeit ist messerscharf. Gerade noch im Zug. Alle sitzen auf den reservierten Plätzen. Müdigkeit macht sich breit. Erste Erleichterung. 2 Stunden 45 Minuten… und ich meine genau 2 Stunden und 45 Minuten später Ausstieg ins Freie. Kyoto, wir sind da! 7 Taxen mit Gummispinnen zusammengehaltene überfüllte Kofferräume später, erreichen wir unser Ziel. Das Ryokan Honnoji Kaikan. Nur noch schnell die Uhrzeit fürs Frühstück und ne Zeit fürs noch-was-gemütlich-Essen-gehen ausmachen, und dann endlich aufs Zimmer. Gepäck fallen lassen, Körper fallen lassen und erstmal tief durchatmen. Wir sind da!! Ein letzter Blick auf die Uhr: Ca. 22 Uhr in Japan, erst 14 Uhr in Deutschland. Naja, jetzt kann es losgehen.
So, oder so ähnlich, dürften sich wohl alle Teilnehmer am Anreise(marathon)tag gefühlt haben. Schon etwas anstrengend. Aber es hat sich gelohnt. Am gleichen Abend suchte sich eine kleine Gruppe von uns noch ein kleines Lokal, wo es dann erste asiatische Varianten bekannter Speisen gab. Salat, Mini-Pizza, Gemüsereis. 0,2 l Biergläschen, ebenso wie Cola, mit ¾ Eiswürfeln und ¼ „braunem Gold“. Die erste Überraschung für absolute Neuankömmlinge im Land der aufgehenden Sonne.
Gegen 23.00 Uhr Ortszeit hieß es dann aber endgültig Bettruhe. Obwohl, von BETTruhe kann eigentlich nicht ganz die Rede sein. Im traditionellen Ryokan schläft man nämlich mit einer dünnen, nennen wir es Stoff- oder Polsterunterlage, direkt auf dem Boden, welcher mit Tatami, also Strohmatten, ausgelegt ist. Jedoch wirklich sehr bequem!
Am nächsten Tag gab es dann ein sehr traditionelles japanisches Frühstück: Reis, Mizo-suppe, Tofu, verschiedene Kohlstücke in unterschiedlichen Farben, Fisch, eine Pflaume, Algenplättchen für den Reis und etwas andere für den Laien nicht identifizierbare Speisen. Der grüne Tee durfte auch nicht fehlen. Ein sehr ungewöhnliches und gewöhnungsbedürftiges Frühstück, jedoch für die meisten Teilnehmer ein sehr wohlschmeckendes Erlebnis. Diese Art am Morgen zu Speisen durften wir dann die folgenden 3 Tage ebenfalls - mit kleineren Variationen - genießen. Insgesamt gestaltete sich das Ryokan-Leben sehr angenehm. Große Zimmer, ruhig,mit Aussicht auf eine Tempelanlage und entsprechend als Weckruf eine große Glocke
des Tempels, sowie Mönchgesänge… um 6.00 Uhr Ortszeit. Ab dem dritten Tag hatte man diesen jedoch überhört.
Ein absolutes Highlight für alle waren die Bäder im Keller des Ryokans. Nach Männern und Frauen getrennt, ging man dort hinein, um sich erst (im Sitzen) zu Duschen und danach in einem ca. 40 – 45 Grad heißen Becken zu entspannen. Unbekleidet und mit den übrigen „Badegästen“ versteht sich. Die meisten haben sich den ganzen Tag über, besonders nach langen Sightseeing-Märschen, darauf gefreut. Anschließend ging es meist in kleineren Gruppen zu irgendwelchen kleinen Lokalen zum Essen. Mal traditionell, mal eher Western Style.
Unser erster Sightseeing-Tag führte uns zum Nijo-Castle, einem japanischen Schloss mitten in Kyoto. Aufregend und beeindruckend waren schon die ersten Eck-Türme an der Mauer, das Eingangsportal war umso beeindruckender. Trotz des Regens machten wir uns teilweise separat auf, das Schloss-Innere zu erkunden. Zu unseren westlichen Schlössern eine komplett andere Bauweise. Der Rest des Tages war dann eher gemütlich, immerhin galt es sich noch von der Anreise und dem Jetlag zu erholen. Unser zweiter Tag sollte laut Wetterbericht etwas sonniger verlaufen, daher beschlossen wir nach Nara zu fahren. Dort peilten wir den Todai-ji an, ein
Weltkulturerbe. Ein monströs wirkender Tempel mit einer riesigen
Buddha-Figur im Inneren, wohl der größten in ganz Japan. Vergoldet und leider mit Fotografierverbot belegt, wie fast alles innerhalb solcher Tempelanlagen. Diesen Tempel konnte wohl kein anderer übertrumpfen, zumindest nicht von der Größe. An diesem Tag verbrachten wir noch einige Stunden damit auch andere kleinere Tempelanlagen in der Nähe zu beschauen, unter anderem eine, in der unzählige Laternen aus Stein aufgestellt waren. Bei Nacht sicherlich ein beeindruckendes Lichterschauspiel. Gegen Abend machten wir uns wieder auf den etwas längeren Heimweg, ca. 2 Stunden mit der Bahn bis Kyoto.
Für den Großteil der Gruppe ergab sich dann am Nächsten Tag die einmalige Gelegenheit, an einer traditionellen Teezeremonie teilzunehmen und diese durchzuführen. Eine Herausforderung an die Beine und Knie, wollte man die ganze Zeit über in Seiza sitzen bleiben. Geschmacklich wieder eine neue Erfahrung, so soll der grüne Tee dieses Mal komplett anders als der, den es zum Frühstück gab, geschmeckt haben.
Anschließend gab es noch einige Tempelanlagen zu sehen, wobei einer davon komplett umbaut von einer Art Halle restauriert wurde. Das optische Highlight dieser Reise, dürfte dann wohl der mit bekannte „Goldene Tempel“ Kinkoku-ji gewesen sein. Die prächtige Erscheinung im Sonnenlicht hat alle sichtlich beeindruckt und diente allen als hervorragendes Foto-Motiv.
Am Samstag war bereits der erste Teil der Reise beendet und es hieß für uns wieder mit dem Zug nach Tokyo zu fahren. Eine kleine Gruppe von fünf Personen, nahm trotz des vielen Gepäcks die Mühe auf Sicht, noch einen Umweg nach Himeji machen und damit zwei weitere Stunden Zugfahrt in Kauf zu nehmen. Die Mühe hat sich jedoch bezahlt gemacht. Während der Rest der Gruppe sich schon durch die Großstadt Tokyo kämpfte, gab es für die übrigen fünf Abenteurer eine wahrlich fantastische japanische Festung zu besichtigen. Himeji erstrahlt in seinem weiß oberhalb der Stadt und zieht sämtliche Blicke an. Diese sehr gut erhaltene Festung lässt die Herzen aller „Krieger“ höher schlagen, sowohl von außen, als auch von innen ist sie sehr beeindruckend. Alle, die nicht dorthin gefahren sind, haben es wahrscheinlich bereits bereut. Um das Blütenmeer im Vorhof zu erleben, waren wir leider noch ein paar Tage zu f
rüh, andernfalls wäre dies sicherlich ein noch überwältigenderes Bild gewesen.
Nach rund 3 Stunden Aufenthalt dort, hieß es dann auch für uns zurück nach Tokyo. Dort angekommen organisierten wir uns ein Taxi und suchten unser „Western Style“ Hotel auf. Beim eintreten in die Zimmer gab es dann allerdings einen kleinen Schock: Zwei Betten, 1 Schreibtisch mit TV und ein „Bad-Kubus mit ¾-Japaner-Wanne“. Doch wohin mit den Klamotten, war entsprang unseren erstaunten Gesichtern. Kein Schrank oder Ähnliches, lediglich 3 Kleiderbügel pro Person und ungefähr genauso viel Platz zum stehen/“bewegen“ in diesem Zimmerchen. „Mehr drin als man glaubt“ traf auf dieses Zimmer leider nicht zu. Eher „wärmer, als man glaubt“, denn die eingebaute Klimaanlage stellt sich nach verlassen des Raums immer wieder auf standardmäßige 23 Grad! Die Betten waren trotz ihrer geringen Länge für größere Europäer (190 cm) recht bequem, somit ließ es sich dann doch recht gut aushalten in Tokyo. Das Frühstück in diesem Hotel sollte „Western Style“ ausfallen, was heißt, es gab Kaffee, Orangensaft, Toast, Croissants, Joghurt, Obst und zwei Sorten Marmelade. Der Rest war dann doch eher wieder „Japanese Style“. Jedoch war für die Meisten der in den Tagen zuvor fehlende Kaffee ausschlaggebend.
Am folgenden Tag, also dem Sonntag, machten wir uns gemeinsam auf nach „Omote Sando“, wo wir zuerst einmal den „Oriental Basar“ besuchten, ein Laden mit allerlei japanischen Souvenirs und traditionellen japanischen Kleidern. Die ersten Souvenirs wurden gekauft oder für einen zweiten Besuch schon einmal vorgemerkt. Viele könnten hier wohl einen ganzen Tag verbringen. Wir machten uns jedoch nach rund einer Stunde auf nach Harajuku, einer etwas „verrückten“ Ecke Tokyos. Hier traf man eine Gruppe japanischer Elvis-Poser in voller Action auf der Strasse r
ocken, Gruppen von als Manga-Figuren verkleidete Jugendliche oder „Love-People“ mit einem Schild „Hug for free“ in der Hand, was sie durchaus ernst meinten und deren Angebot auch tatsächlich einige annahmen. Frei nach Obelix: „…die spinnen, die Japaner…“! Ein lustiges und seltsames Völkchen, für unseren japanischen Begleiter an diesem Tag, eher peinlich.
In einer nahe gelegenen Tempelanlage konnten wir einen Teil einer shintoistischen Hochzeit miterleben, sowie einige Damen in traditionellem Kimono beobachten, Tradition mitten im modernen Tokyo!
Der folgende Tag brachte wieder Regen mit sich, so dass Nikko leider etwas an Glanz verlor. Die umfangreiche Tempelanlage etwas weiter von Tokyo entfernt, hielt viele gut erhaltene Tempel und Figuren bereit, allerdings ließen sich die Japaner fast jede Anlage separat bezahlen. Zählt man die lange Anfahrt hinzu, hat sich für viele dieser Tag nicht sonderlich gelohnt, wobei das Wetter wohl das schwerste Gewicht dabei hatte. Der Dienstag führte uns wieder direkt nach Tokyo, dieses Mal wollten wir Tokyo einmal von oben betrachten und suchten uns ein entsprechend hohes Gebäude und fuhren mit dem Fahrstuhl in den 51. Stock. Leider sorgte die trübe Luft für keine sonderlich weite Aussicht, so dass Fuji-san leider verborgen blieb. Danach teilte sich die Gruppe wieder auf, wobei die eine Hälfte weiter durch Tokyo zog und eine kleine Gruppe das Samuai-Schwert-Museum besuchte. Ein kleines, etwas abseits
und versteckt liegendes Museum mit hervorragenden Exponaten. Leider auch hier Fotografierverbot. Und da die Welt so klein ist, trafen wir dort einen älteren Japaner, der fließend deutsch sprechen konnte, da er in der Vergangenheit mal ein Jahr in Düsseldorf gelebt hatte.
Am Mittwoch teilte sich die Reisegruppe in mehrere kleine Gruppen und suchte sich ihre jeweils eigenen Orte von Interesse. Am Abend jedoch kamen wir alle wieder zusammen, um am Karate-Unterricht von Goshi Yamaguchi teilzunehmen. Zu acht nahmen wir am Unterricht aktiv teil, die übrigen schauten zu und dokumentieren das Ganze mit dem Fotoapparat. Disziplin und volle Konzentration der Schüler konnten wir auf Anhieb bemerken. Nach einigen grundlegenden Techniken des Goju-Kai, welche wir in verschiedenen Abfolgen üben durften, zeigten uns die Schüler Yamaguchis grundlegende, als auch fortgeschrittene Katas (Kampf gegen imaginäre Gegner, vorgeschriebene Bewegungsabläufe), sowie Kumite und Randori (Partnerübung und Freikampf). Abschließend bedankten sich Schüler und Meister einzeln bei jedem und ein Gruppenbild wurde aufgenommen. Dieser Unterricht war wohl das absolute Highlight für alle Kampfkunsttreibenden Teilnehmer dieser Reise! Wir wünschten, wir hätten mehr davon gehabt.
Unseren letzten Tag verbrachten viele wieder in kleineren Gruppen. Auf der künstlich angelegten Insel vor Tokyo wurde zum Beispiel auch eine traditionelle japanische Onsen (japanisches Bad) errichtet, wo sich drei von uns zum Entspannen niederließen. Getrennt nach Frauen und Männern gab es unterschiedliche „Badelandschaften“ und andere Wellness-Bereiche. Im freien gab es zum Beispiel einen „Fußbad-Parcours“, durch den man mit Yucatta bekleidet waten konnte und sich dabei die Füße durch unterschiedliche Steinanordnungen am Boden hat massieren lassen können. Einige davon zeugten jedoch eher von Folter, als von wohltuender Massage. Aber wir kennen ja die Japaner… Im eigentlichen Badebereich der Männer entkleidete man sich komplett und wusch sich erst einmal an kleinen Duschstellen. Danach konnte man verschieden heiße Becken besuchen, deren Wasser auch unterschiedliche Inhaltsstoffe enthielten. Am Ende dieser Badetour war man eigentlich bereit für das Bett, so entspannt war man. Allerdings hatten wir noch anderes vor. Die letzten Souvenirs einkaufen, zum Beispiel. Aber auch einfach noch mal durch Tokyo streifen und die „andere Welt“ mit allen Sinnen aufnehmen. Der gemeinsame Abend in einem Restaurant unterhalb des Hard Rock Cafés ließ uns noch mal die zusammen verbrachte Zeit rekapitulieren und letzte Adressen austauschen, immerhin ist die Schweiz auch nicht grad ein Nachbarort.
Freitag, Abreisetag. Auf der einen Seite ist die Stimmung etwas gedrückt, da man der schönen Zeit nachsehnt, auf der anderen Seite steigt auch die Vorfreude auf die Heimat. Vorher jedoch erst einmal wieder eine kleine Reise zum Flughafen. Mehr oder weniger ohne größere Komplikationen (abgesehen von kleineren Pannen mit den Papieren, die im Zug liegen gelassen wurden) kamen alle letztendlich gut am Gate und auch im Flieger an. Nach einem wiederum schier endlosen Flug, setzt dann der Pilot mehr schlecht als recht in Frankfurt auf (wir hatten schon Sorge, es reißt uns das Fahrwerk bei der Landung weg!). Die Heimat hatte uns wieder! Nach Aufnahme des Gepäcks im Flughafen-Terminal wurden noch alle verabschiedet und hier und da gedrückt, danach mit dem Auto wieder nach Hause. Vollkommen erschöpft musste erst mal eine Dusche her. Was eine Reise!
Schlusswort:
Diese Reise war ein Mammutprojekt des Tatsu-Ryu-Bushido, organisiert und geplant von Christian Wiederanders (Tatsu-Ryu-Bushido) in Kooperation mit Horst Baumgürtel (Goju-Kai Karate) aus der Schweiz. Auch wenn Christian Wiederanders an der Reise selbst nicht hatte teilnehmen können, so hat er uns jedoch aus Deutschland durchgängig unterstützt und war in ständigem Kontakt mit unserem sehr Japan-erfahrenen Reiseleiter Horst Baumgürtel, sowie meiner Person als TRB-Ansprechpartner vor Ort. An- und Abreise mit unserer 26-Personen starken Gruppe hatte daher auch reibungslos funktioniert, die Reise durch das Land der aufgehenden Sonne war ein voller Erfolg. Erste Anfragen nach einer Wiederholung im Jahr 2009 stehen bereits an, so dass auch die Vorbereitungen bereits angelaufen sind. Wollen wir hoffen, dass es nächstes Jahr genauso schön wird!
Fazit David Herbert:
„Deutsch-Schweizerischer Abenteuer-Erlebnis-Urlaub im Großstadt-Dschungel mit viel Spaß und noch mehr Bein- und Fuss-Muskulaturtraining. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt und ist nur jedem zu empfehlen. Dieses Zusammenspiel aus Tradition und Moderne muss man einfach mal erlebt haben.“
Fazit Manuell Huck:
„Eine Japanreise ist auf jeden Fall empfehlenswert. Es gibt so viele Sachen zu besichtigen und den Spagat zwischen Tradition und Moderne sollte man mal gesehen und vor allem erlebt haben ( ich sag da nur traditionelles Hotel mit super Frühstück und Riesenbad !!! ). Außerdem die dort herrschende Sauberkeit und Freundlichkeit der Menschen sind sehr angenehm. Ich bin echt froh dabei gewesen zu sein.“
Fazit Martina und Thomas Beyer:
„Die Reise hat uns supergut gefallen. Wir haben interessante Eindrücke d
er japanischen Kultur bekommen. Zuerst in Kyoto, das traditionelle Japan. Hier war neben den vielen historischen Orten besonders das trad. jap. Hotel, Ryokan, eine besondere Erfahrung, wenn sich einige der Gruppe auch erst an das jap. Frühstück gewöhnen mußten, morgens schon Reis und Fisch! Besonders interessant war auch die trad. jap. Teezeromonie. In Tokio erlebte man dann das moderne Japan. Besonderes Highlight hier sicherlich das Training bei Sensei Yamaguchi und im Kodokan. Hier hätten für die aktiven Kampfsportler in der Gruppe ruhig noch mehr Trainingseinheiten angesetzt werden können. Der Reiseleiter Horst Baumgürtel hat sich toll um die Gruppe gekümmert und ist auf alle Wünsche der Teilnehmer eingegangen. Wir hatten tolle und erlebnisreiche Tage in Japan, haben viel gesehen und erlebt und nette Leute kennengelernt. Nächstes Jahr sind wir wieder dabei.“
Fazit Viktor Schwab:
"Diese Japanreise hat all meine Erwartungen mehr als erfüllt. Das Land präsentierte sich jeden Tag mit einem neuen faszinierenden Gesicht. Die Mischung aus Tradition und Moderne war super gelungen auch wenn der Wechsel von Kyoto nach Tokyo erstmal schockierend für mich war (Ein Ryokan Hotel in Tokyo wäre noch besser gewesen, hätte den Preis aber wahrscheinlich ziemlich nach oben getrieben). Durch die landeskundige Führung und Empfehlungen unseres Reiseleiters Horst Baumgürtel und die sprachtechnische Unterstützung unserer beiden Japanologie Studentinnen, wurde jeder Einkaufsbummel und jede Erkundigungstour zum lehrreichen und spannenden Erlebnis, für das ich die wundgelaufenen Füße am Abend gerne in Kauf nahm. Wieder zurück in Deutschland stelle ich fest, dass ich nicht nur einiges sprachlich und kulturell von der Reise mitgenommen habe, sondern auch der Geist der traditionellen Bushido-Philosophie ein stückweit mehr in mein Leben eingekehrt ist. Und eins steht fest: Dies war nicht mein letzter Besuch in Nippon!"