Wetterfeld, 23. – 24.5. 2009
Am Freitagm den 10.10., machte ich mich in aller Herrgottsfrühe zur Wasserkuppe im Naturschutzgebiet Rhön auf und kam dort nach einer Kaffeepause auch problemlos zur Mittagszeit an. Da dies mein erster Besuch hier war, sah ich mich kurz und von der Kulisse des Berges und der Anlage aus Wilhelms II Zeiten überwältigt um.
Schnell traf ich dann die ersten bekannten Gesichter, auch den Veranstalter Jürgen Kippel und wurde herzlich in die Runde aufgenommen. Generell war die Atmosphäre der Veranstaltung einzigartig. Man wurde offen empfangen, denn wir sind alle Kampfkünstler und kochen letztendlich alle mit dem gleichen Wasser. Nachdem ich dann mein Zimmer bezogen hatte, ich teilte die Stube mit Bernd Walter, einem höchst sympathischen Jeet-Kune-Do Sifu (nicht Guru J), machte ich mich auf zur ersten Trainingseinheit. Selbige Einheiten waren mit 25 Minuten recht kurz, dies hatte Vor- und Nachteile.
Zum einen konnte man auf Grund dessen sehr lang konzentriert trainieren, da nie Langeweile aufkam, andererseits konnten die Referenten immer nur ein paar Techniken zeigen. Da man auf diese Weise sehr viele Lehrer kennenlernen konnte, macht es keinen Sinn hier ins Detail zu gehen. Trotz der kurzen Einheiten war das Training effektiv und lehrreich, speziell die humorvolle Art von Rainer Grytt mit dem ernsten Thema Messerabwehr umzugehen, wird mir lange in Erinnerung bleiben. Aber vor allem gilt mein Dank meinem Trainingspartner Holger Becker, der mich behutsam an das für mich eher fremde Thema Halte-und Transportgriffe heranführte. Die Abende kann man als sehr fröhlich bezeichnen, Kampfkünstler aus zehn Nationen wetteiferten um den Weg des Bieres, was die Sprachbarrieren oftmals schnell nebensächlich werden ließ. Hier ist jedoch anzumerken, dass mir nie ein schlechtes Wort, eine Pöbelei oder ähnliches zu Ohren kam, die gesamte Veranstaltung war friedlich und harmonisch.
Der Samstagabend wurde zusätzlich durch Vorführungen von Michael Stapel, Rainer Grytt und Christian Wiederanders bereichert. Diese wurden aufgelockert durch die wirklich wunderschöne Gesangsstimme von Jürgens Tochter und mit einem großen Fest abgerundet. So kehrte ich schließlich mit ein bisschen Wehmut der Wasserkuppe den Rücken und freue mich aufs nächste Jahr. Vielen Dank an Jürgen und allen Beteiligten für dieses Erlebnis.