2. Waldlehrgang 2009
Verhangen war der Himmel, als sich 20 mutige Kampfkünstler auf den Weg in den Wald machten. Zur Überquerung der nahen Bundesstraße blieben noch alle beisammen, dann wurde aufgeteilt in drei Gruppen: Kinder, Weißgurte und alles darüber. Wir Weißgurte begannen mit mehreren kurzen, doch anstrengenden Läufen. *Pausen* gab es in Form von Schlag- bzw. Trittübungen auf möglichst nicht ebenem Boden. Auch die großen Schüler durften ein ähnliches Programm absolvieren, jedoch war Ihr Hügel, den sie hinauf und hinab liefen entsprechend höher.
Nach diesem Aufwärmprogramm begaben sich beide Gruppen getrennt mit einem Teil der Ausrüstung unter Einsatzbedingungen möglichst schnell und unentdeckt gegenüber einem unbekanntem Gegner den Berg hinauf. Zuvor hatte es mehrfach geregnet. Matsch und nasses Laub machten den Boden rutschig und sorgten immer wieder für ungewollten Bodenkontakt.
Oben angekommen stand Lageraufbau auf dem Plan. Leider standen keine Seile zur Verfügung, weswegen Platzierung und Befestigung der Plane dem Einfallsreichtum der Weißgurte überlassen blieb. Mit Hilfe von Steinen und Ästen wurde eine provisorische Unterkunft errichtet, die Ihre Zweckmäßigkeit bei einem kurzen Regenschauer unter Beweis stellen durfte. Zum Glück blieb es davon abgesehen während des etwa dreistündigen Waldlehrgangs jedoch trocken von oben. Kurzzeitig ließ sich sogar die Sonne erahnen. Schachbrett und Fallübungen sorgten dafür, dass keine Langeweile aufkam. Währenddessen versenkten sich die Älteren in einer Meditation, bevor sie sich in der Bewegung im Gelände übten.
Nach etwa zwei Stunden gab es in Form von heißem Tee und Kaffe mit Milch und Zucker einen kleinen Luxus. Es folgten weitere Übungen im Gelände. Zunächst aus Bequemlichkeitsgründen nur bergauf, später auch hinab. Allerdings nicht mehr sehr lange. Es war zwar mehr von Sensei-ho Timo geplant, jedoch reichte die Zeit nicht mehr. Gemeinschaftlich ging es den Berg zum Teil rutschend wieder hinab zur Hütte, wo Verpflegung in Form von heißen Würstchen mit Brötchen und Getränke die fleißigen Bushidoka erwartete. Nach einem gemütlichen Ausklang trennten sich denn auch die Wege wieder bis zum nächsten Waldlehrgang.