Wetterfeld, 23. – 24.5. 2009
Zusammenfassend lässt sich sagen: ein schweißtreibendes, äußerst erfolgreiches und lehrreiches Seminar.
Aber fangen wird doch von vorne an.
Nach dem Nippon Jiu Jitsu (NJJ) Seminar am 25.4.2009 in Limburgerhof, hatten sich die meisten NJJ-Mitglieder der hiesigen Gruppe das Recht erworben,
an dem Wochenendseminar mit angegliederter Prüfung in Wetterfeld nahe Gießen teilzunehmen.
Nach einer mehrstündigen Fahrt wurde unsere kleine Gruppe von ansässigen NJJ-lern und Shihan Jürgen Kippel mehr als herzlich empfangen.
Da unsere Übermotivation in einer sehr verfrühten Ankunft gegipfelt war, konnten wir noch vor Beginn des Seminars die Seele baumeln lassen bei wunderbarem
Sonnenschein. Doch die Faulenzerei hatte jäh ein Ende als sich nach und nach der Vorplatz des vereinseigenen Penthouse Dojo mit den Mitgliedern des NJJ füllte.
Also noch schnell einen Trainingspartner auserkoren, Jeans und Top gegen Kampfbekleidung getauscht und los ging es.
Gemäß der jeweils angestrebten Prüfung, wurde in einem vier Stunden Marathon das entsprechende Programm mit allen Hebeln durch exerziert,
immer unter den wachsamen Blicken der Sensei die gerne auch mit einer hilfreichen Hand mitmischten, um die richtige Anwendung besagter
Griffe zu demonstrieren. Trotz überaus passablem Einsatz/Konzentration und offenen Fenstern war das Klima innerhalb des leicht überbesetzten
Dojos sehr erschöpfend und der leicht feuchte Film auf den Matten war nach drei Stunden Training kaum zu übersehen.
Gegen Ende des Samstagstrainings gab es dann noch eine spontane Einführung für die NJJ-Leute in Sachen Tatsu Ryu Bushido (TRB) von Sensei Thorsten Klein,
in der er viel Wert auf die Demonstration der Grundzüge der Kampfkunst und ihre Gemeinsamkeiten zum Nippon Jiu Jitsu legte.
Im Anschluss konnten alle Anwesenden einem kurzen Training frönen und sich schon einmal seelisch und moralisch auf eventuelle Begegnungen mit TRB beim Samurai-Camp 2009 vorbereiten.
Gemäß dem Gesetz des äquivalenten Tauschs, durften verbrauchte Energiereserven bei einem anschließenden Grillgelage aufgefüllt werden. Auch das ein oder
andere Bier brachte unter den Volljährigen Mitgliedern Erfrischung und Feierabendlaune, die sowieso bei so vielen netten Menschen und Gesprächen aufkommen musste.
Pünktlich mit den Stechmückenattacken wurde die Nachtruhe eingeläutet und die angereisten Nicht-Einheimischen bauten ihr Lager im Dojo auf, in der
Hoffnung schnell in erholsamen Schlaf zu verfallen... aber da hatten sie die Rechnung A: nicht mit den dort übernachtenden Kindern, und B: nicht
mit den knatternden Geräuschen der oberen Atemwege (dt.: schnarchen) einiger Mitglieder gemacht, so dass Schlaf erneut als Luxusgut enttarnt werden konnte.
Trotz dieser widrigen Umstände, wurde am Sonntagmorgen noch vor dem Frühstück ein spontanes Probetraining absolviert, um die Techniken des Vortags
erneut ins Gedächtnis zu rufen.
Nachdem dann nach dem Frühstück der Dojo wieder gefüllt war mit Motivation und mehreren dutzend Menschen, wurde
wiederholt was das Zeug hielt und bis man kaum noch vom Boden aufstehen wollte. Und wieder wurde alles was man tat vom (Ab-)Klatschkonzert der
Trainierenden orchestral begleitet.
Direkt nach der Beendigung des Seminars durch Shihan Jürgen Kippel wurde die TRB-Gruppe zur Prüfung zum gelben Gürtel in NJJ gebeten. Es mussten
einzelne Techniken für Hand-, Arm- und Schulterhebel, Schläge sowie Würge-, Box- und Waffenabwehren demonstriert werden.
Trotz allgemeinen Ermüdungserscheinungen (neben der eigentliche Prüfung musste jeder auch einmal als „Opfer“ ran) schafften alle die Prüfung zum gelben bzw. im
Fall Thorsten Klein, zum grünen Gürtel, sodass alle mit Angereisten ihr Prüfungsdiplom vom Shihan entgegen nehmen konnten und ihnen einen
herzlichen Glückwunsch ausgesprochen werden darf.
Zusammenfassend lässt sich also tatsächlich sagen: ein schweißtreibendes, äußerst erfolgreiches und lehrreiches Seminar.
Immer wieder gerne!