Der 2. Budo-Benefizlehrgang ist erfolgreich zu Ende gegangen. Der Judoka Wattenscheid hatte wieder 5 Lehrgangsleiter eingeladen, die den 33 Teilnehmern "ihre" Disziplinen näher bringen sollten. Kinder und Erwachsene wurden wie im letzten Jahr getrennt auf zwei Matten unterrichtet. Christian Wiederanders, 7. Dan Tatsu-Ryu-Bushido war eigens aus Limburgerhof angereist, um den Teilnehmern den Kampf mit zwei Schwertern näher zu bringen. Seine Schule, die zu der Kampfkunst des berühmten Samurai Miyamoto Musashi zurückreicht, beinhaltet den Kampf mit dem Schwerterpaar Daisho, wobei hier das Langschwert Katana mit dem Kurzschwert Wakizashi gemeinsam geführt wird. Die Teilnehmer mussten sich erst auf den Gebrauch beider Schwerter einstellen, zum Ende gelang es aber allen schon ganz gut, aus den erlernten Grundstellungen heraus mit beiden Schwertern zu agieren. Nikolai Dumke, 3. Dan ASD-Karate, begeisterte die Teilnehmer mit einem knackigen Aufwärmprogramm. Dies war erforderlich, da er im Anschluss an einige Techniken die Teilnehmer animierte, mit mitgebrachten Pappbechern eine kurze Trittkombination einzustudieren. So ließen sich am Ende einige Mutige Pappbecher aus dem Mund, der Hand und vom Kopf treten, wobei hierfür natürlich verschiedene Fußtritte aus dem Karate angewendet wurden. Das richtige Zielen und Ausführen der Tritte wurde auch so mit viel Freude bei den Kindern vermittelt. Wolfgang Küppers, 2. Dan Aikido, war für den zweiten traditionellen Teil des Lehrgangs zuständig, indem er den Teilnehmern die Kunst des Aikido näher vorstellte. Die Teilnehmer erhielten dann noch Gelegenheit, die erlernten Techniken in einem lockeren Bodenkampftraining in der Praxis zu testen. Carsten Ringler brachte die Halle zum Klingen und die Teilnehmer zum Singen. Er führte in die Kunst des Capoeira ein, einen brasilianischen Kampftanz.
Die zum Teil sehr akrobatischen Übungen brachten auch erfahrene Kampfsportler an ihre Grenzen. Doch alle versuchten so gut es ging mitzuhalten. Carsten beherrscht auch die traditionellen Instrumente und Gesänge und zum Abschluss seines Trainings wurde der Kreis gebildet, indem dann jeweils zwei Teilnehmer zusammen antraten. Carsten erklärte aber auch, dass dieses "Spiel", so heisst der Zweikampf, durchaus zu einem harten Wettkampf ausarten kann. Der 2. Benefizlehrgang des Judoka Wattenscheid wurde wieder für das Kinderhospiz Arche Noah in Gelsenkirchen durchgeführt. Am Ende konnten die Verantwortlichen Markus Eßler und Thomas Beyer eine Spende von 700,- € an diese wichtige Einrichtung übergeben. Allen Lehrgangsleitern noch einmal ein herzliches Dankeschön.