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Japan-Reise-2010 --- im Land der aufgehenden Sonne
Sonntag, 21. März bid Freitag, 2. April 2010 --- 2. Japan-Reise

Logo der Japan-Reise-2010Vom 21. März bis 2. April 2010 fand die 2. TRB-Japan-Reise statt. Anlass war in diesem Jahr die Feierlichkeiten der Budo-Akademie-Europa (B-A-E), zum 40-jährigen Bestehen, die mit 26 Teilnehmern dabei waren. Lesen Sie hier die zwei Tagebücher von zwei (drei) Teilnehmern. Zum einen schreiben im ersten Teil die 2 externen Teilnehmer aus Wilhelmshafen, Stefan und Benjamin Knapp und im zweiten Teil das Tatsu-Ryu-Bushido Mitglied René Schaal. Zudem fanden - unter der Koordination der B-A-E - vier Trainingsabende unter der Leitung japanischer Meister aus dem Bereich Judo und Aikido statt. Stimmen, Kommentare und Bewertung der Teilnehmer finden Sie auf der offiziellen Webseite www.tatsu-ryu-bushido.com im Bereich Referenzen. Nun viel Spaß beim Lesen und vielleicht sieht man sich in der „JAPAN-REISE-2012“ zum 25-jährigen Bestehen des Tatsu-Ryu-Bushido in Deutschland. Hier geht es zum "Lifebericht" weiter >>>


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weitere Berichte von Teilnehmern: | www.b-a-e.de | www.sds-whv.de | www.yudansha.de |


Stefan und Benjamin Knapp schreiben . . .
TAG 1: Anreise am Sonntag, den 21. März 2010
Gruppen Check in bei der LufthansaAm Sonntag, dem 21. März 2010 ging es für uns los! Nach mehr als 12 Monaten der Vorfreunde begann das große Abenteuer JAPAN! Mitten in der Nacht, kurz vor 05:00 Uhr, trafen wir – Olaf, Martin, Thorben, Sascha, Benjamin und ich – vorm Studio der Selbstverteidigung Wilhelmshaven ein und beluden den Kleinbus bei strömendem Regen! Leider nicht ganz beladen, wie ich kurz vor Varel leider feststellen musste! Obwohl wir wie geplant genau um 05:00 Uhr abfuhren, verließen wir Wilhelmshaven doch erst um 05:30 Uhr, weil ich vor lauter Hektik und Anschluss meinen Koffer im Auto vergessen hatte! So hatten wir schon zu Beginn der Fahrt ausreichend Gesprächsstoff! Und der ging uns auf der ganzen Reise niemals aus – wie man am Ende des Berichtes bemerken wird! Bei strömendem Regen fuhren wir dann über leere Autobahnen (nicht viele fahren ja sonntags um diese Zeit) Richtung Die ReisegruppeFrankfurt und auf den Rückbänken wurde es zunehmend ruhiger – für Olaf als Fahrer und mich als Navigator recht angenehm!Auf der Sauerlandlinie haben wir dann erst einmal ausgiebig gefrühstückt und die Bedienung um diese Uhrzeit hoffnungslos überfordert! Mit etlichen Koffern und Taschen (wir hatten ja jeder auch Sportgepäck mit!) zogen wir zum vereinbarten Treffpunkt und trafen dort auf unsere Reiseleiter Christian und David, die bereits das Check-in für die gesamte Gruppe vorgenommen hatten. So mussten wir nur noch unsere Koffer aufgeben und um gute Sitzplätze verhandeln! Nach und nach trudelten die anderen Reiseteilnehmer aus fast ganz Deutschland ein und das Wiedersehen war groß, denn einige kannten sich vom Sommerlager auf der AIDAdiva oder dem Nordseecamp in Wilhelmshaven. Als die Gruppe vollzählig war, teilte Christian die Poloshirts mit dem Reiselogo aus und wir stellten uns zum ersten Gruppenfoto auf Olaf Jansen und Stefan Knapp in der Boing 747-400 nach Japan– es sollten noch viele weitere Gruppenfotos auf der Reise folgen, aber dafür wurden dann die Gruppen immer kleiner!Wir „Sechs aus dem Bus“ sind dann durch den Sicherheitscheck in den Abflugbereich und mussten dann einen SDS-Hoodie suchen (nicht so groß wie meine Koffer, aber hat auch gedauert). Auf dem Weg zum letzen „deutschen“ Frühstück bei McDonalds wurde der Hoodie auch gefunden. Alles wird gut! Um 12:50 Uhr begann das Boarding und wir sind an Bord des Jumbojets der Lufthansa. Obwohl eine Boeing 747-400, waren zu unserem Leidwesen die Sitze nicht breiter als auf einem Mallorca-Flieger, nur dass jetzt die Flugdauer mit 11 Stunden etwas länger war! Benjamin, Olaf und ich quetschten uns für den Flug in unsere Sitzreihe, Beinfreiheit nein danke! Und um uns herum nur japanische Schülerinnen! Kurze Zeit später starteten wir und flogen über das Eismeer, Sibirien und die nördliche Mongolei in das Land der aufgehenden Sonne – Fluhafen Naritaaber zuerst ging die Sonne unter und wir  flogen durch die Nacht Richtung Tokyo. Zur Eingewöhnung gab es zum Abendessen dann schon mal Sushi - lecker!

TAG 2: Ankunft in Japan und erste Erfahrungen am Montag, den 22. März 2010
Am Montag, den 22.03. sind wir dann um 07:35 Uhr Tokyo-Zeit auf dem Narita-Airport gelandet. Die Sicherheitskontrollen zeigten uns, dass wir in eine andere Welt fahren – zum einen war die Kontrolle digitalisiert (Fingerabdrücke und Foto) und zum anderen waren die Beamten unglaublich höflich und freundlich! Wir zogen dann wie Schulkinder mit großen Augen hinter Christian und David her – bloß nicht den Anschluss verlieren! – und landeten dann beim ersten „Starbucks“. Während wir dort alle Kaffee tranken, besorgten unsere Reiseleiter den „Japan Rail Pass“ (neben dem Reisepass für Fahrt nach Tokyodie nächsten zwei Wochen das wichtigste und meist gezeigte Dokument!) und die Sitzplatzreservierung für den Narita-Express nach Shinagawa. Pünktlich um 10:45 Uhr fuhr der Express mit uns Richtung Tokyo. Hier erlebten wir den nächsten gewaltigen Unterschied zu Deutschland:wenn ein Zug um 10:45 abfahren soll, dann fährt er auch um 10:45 Uhr und nicht eine Minute früher oder später. In Japan heißt es deshalb auch „In Japan stellt man die Uhren nach den Zügen!“ Um 12:10 Uhr ging es dann von Shinagawa mit dem Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen weiter nach Kyoto, der alten Kaiserstadt. Für japanische Maßstäbe mit 2 Millionen Einwohner nicht richtig groß! Obwohl die Landschaft sehr reizvoll und einfach anders war und wir auch den Fuji-San passierten, überkam alleMit dem Taxi in Kyoto Reisenden langsam aber sicher die Müdigkeit und so waren wir dann auch plötzlich um 14:50 Uhr in Kyoto. Von dort ging es das letzte Stück mit dem Taxi – ungewohnt der Linksverkehr und dass die Tür der Taxis per Knopfdruck vom Fahrer geöffnet wird – zu unserem Hotel! Auf der kurzen Strecke kamen wir aus dem Staunen nicht heraus – die Menschenmengen und der dichte Verkehr! Schließlich kamen wir alle in kurzen Abständen im Hotel (Ryokan) Honnoji Kaikan an.Nach dem schnellen und freundlichen Einchecken bezogen wir unsere Zimmer. Und das war ein Erlebnis: die Zimmer waren echt traditionell japanisch! Das bedeutet: Pantoffeln für den Wohnraum und extra Pantoffeln für die Toilette, Zimmer mit Tatami-Matten ausgelegt, Stühle ohne Beine mit niedrigem Tisch, täglich wechselnde Süßigkeiten und grüner Tee auf dem Tisch und abends wurde das Zimmer umgeräumt und die Futon-Matratzen auf den Fußboden gelegt. Das war auf den ersten Blick sehr ungewöhnlich, aber letztendlich doch äußerst bequem. Hotel in KyotoNach dem Auspacken der Koffer haben wir uns die Kimonos angezogen und „die unglaublichen Vier“ -  Sascha, Olaf, Benjamin und ich - sind dann in das traditionelle heiße Gemeinschaftsbad (Onsen) gegangen. Gottseidank waren wird dort allein und konnten erst einmal – ohne missbilligende Blicke zu ernten – alles ausprobieren! Das heiße Bad (ca. +43°C) war so angenehm und wohltuend!Das war nach der anstrengenden Reise Erholung pur – einfach klasse! Anschließend sind wir mal kurz um den Block und in einer Einkaufspassage verschwunden für die man eigentlich eine Straßenkarte bräuchte! Hier war es, wie man sich Japan eigentlich vorstellt: hektisches Treiben, schrille Leuchtreklamen, viel Musik, aber Freundlichkeit und Höflichkeit überall! Sascha und Benjamin brauchten fast 30 Minuten, um sich einen kleinen Snack auszusuchen und das obwohl alle Gerichte immer in Kunststoffnachbildungen ausgestellt sind. Die Entscheidung für vermutete Fleischbällchen entpuppte sich dann sehr zum Leidwesen der Käufer als Backwaren mit Tintenfischfüllung!! Willkommesessen in KyotoNach diesem kleinen Snack ging es für die die gesamte Reisegruppe kurz vor 19:00 Uhr zum Kennenlern-Essen! Hier hatten wir dann die erste Begegnung mit der japanischen Küche: viele Gänge über Hühnchen, Nudeln, Ente, Kalamaris….! Und das nur mit Stäbchen!Nach dem Essen haben wir uns noch im Supermarkt versorgt und sind dann aufs Zimmer! So gingen die Anreise und der erste Tag im Fernen Osten vorbei! Einhellige Meinung: wenn die Erlebnisfülle so anhält, wird das ein irrer Urlaub!

TAG 3: Der Besichtigungstag in Kyoto am Dienstag, den 23. März 2010
Der erste richtige Tag in Japan begann mit einem lauten Weckton des Weckers und dem ersten traditionellen Frühstück in einem Ryokan! Das war eine Begegnung der unbekannten Art und gleichzeitig eine Herausforderung für die Beine!Japanische Frühstück Das Frühstück wird im Schneidersitz eingenommen und das halten auch die Beine von Budoka beim ersten Mal nicht lange aus, ohne einzuschlafen! Das Frühstück war für Europäer echt sehr ungewöhnlich: grüner Tee, Miso-Suppe, Tofu heiß mit Gemüse, ein 3-Minuten-Ei ohne Schale, Gewürze, Reis und Trockenfisch! Aber es hat wirklich geschmeckt – auch wenn wir  auf die Hilfe der freundlichen Bedienungen im traditionellen Kimono gekleidet angewiesen waren, die uns vorzeigten, was man wie in welcher Reihenfolge isst! Guter Hinweis für die folgenden Frühstücke! Wie ich aber hinterher bemerkte, verspürte man nach diesem Frühstück erst wieder in den späten Nachmittagsstunden Hunger und das war für das anspruchsvolle Besichtigungsprogramm sehr wertvoll! Nach dem Frühstück zog die ganze Reisegruppe dann mit Christian und David los. Jetzt war Bus fahren angesagt. In Japan steigt man hinten in den Bus ein und vorne beim Fahrer wieder aus, weil man dann auch bezahlt. Goldene Pavillon“ KinkakujiSehr erstaunt über die Ehrlichkeit waren wir, als wir bemerkten, dass die Leute, die wegen Überfüllung des Busses hinten ausstiegen, nach vorne kamen und dem Fahrer ihre Fahrkarte zeigten oder den Fahrpreis bezahlten! Erste Station war der „Goldene Pavillon“ Kinkakuji – eine wichtige Sehenswürdigkeit für Touristen. Leider verhinderte der Dauerregen, dass wir das Spiegelbild des Tempels im See sehen oder fotografieren konnten. Dennoch war der Anblick dieses riesigen japanischen Tempels inmitten der gepflegten japanischen Gartenlandschaft atemberaubend. Hier folgte dann auch ein weiteres Gruppenbild oder besser gesagt: es folgten etliche Gruppenbilder in unterschiedlichen Zusammensetzungen und noch mehr Einzelbilder. Die Gartenanlage wirkte natürlich, obwohl der Standort der kleinsten Pflanze geplant war und selbst jeder Ast kunstvoll beschnitten war! „Steinernen Garten“ im Ryoan ji TempleZiemlich angefeuchtet durch den Regen, aber aufgewärmt durch eine heiße Dose Kaffee aus dem Automaten (diese Getränkeautomaten waren eine wichtige Hilfe für die erfolgreiche Teilnahme an den vielen Ausflügen!) ging es zu Fuß zum „Steinernen Garten“ im Ryoan ji Temple. Hier befindet sich ein Steingraten mit 15 Steinen, die in einem akribisch gehakten Kiesbett in verschiedenen Gruppierungen so angelegt sind, dass man unabhängig vom Standort niemals alle 15 Steine mit einem Blick erfassen kann. Das soll die Weisheit des Buddhismus verdeutlichen, dass man niemals das Ganze überblicken kann! Die Gartenanlage um diesen Tempel war noch eindrucksvoller als die vorhergehende Landschaft. Aufgrund des stärker werdenden Regens begann die Gruppe bereits jetzt mit dem Spiel „10 kleine Negerlein..“ und wurde kleiner! Die Wilhelmshavener Busgruppe erweitert um Ingrid aus Wilhelmshaven und Arthur aus Brombach nahm das Angebot der Reiseleitung für die Besichtigung Kaiserpalast Ninna-jieines weiteren den Touristen aber weniger bekannten Attraktion begeistert an! Noch ein weiteres Stück zu Fuß und schon standen wir vor einem riesigen Holztor mit zwei Wächterfiguren . Dies war der Eingang zum alten Kaiserpalast Ninna-ji aus dem neunten Jahrhundert! Auf Socken streiften wir durch die Häuserlandschaft des gewaltigen Holzpalastes und genossen das beruhigende Geräusch des plätschernden Regens in den zugehörigen Gärten! Anschließend durchstreiften wir das Gelände mit seinen etlichen Schreinen und Tempeln. Einfach überwältigend war der Anblick der 33 Meter hohen fünfstöckigen Pagode! Ein weiteres Fotomotiv fürs Fotoshooting war gefunden! Nachdem die Suche nach einem Restaurant ergebnislos verlief sind wir mit dem Bus zurück ins Hotel und es begann der Marathon des Postkartenschreibens bei grünem Tee, aber erst nach einem Bad im Onsen! Zum Abendessen sind wir dann zur Kyoto-Station gefahren Kyoto-Station bei Nachtund Christian hat uns das achtstöckige im Bahnhof integrierte Einkaufszentrum gezeigt. Vom Dach im 12. Stock hatte man einen eindrucksvollen Blick über Kyoto bei Nacht! Gegessen haben wir dann gut in einem Schnellrestaurant in der „Fressmeile“ in der achten Etage. Nur das „Grüne Tee-Eis“ war nicht so gut und so musste ich mein Walnusseis abge ben! Wir sind dann gegen 22:00 Uhr zurück und haben bei Starbucks noch einen Kaffee zum Tagesabschluss getrunken!

TAG 4: Ausflug nach Himeji am Mittwoch, den 24. März 2010
Nach dem ersehnten (aber nicht von allen) Frühstück sind wir fast alle mit dem Shinkansen HIKARI nach Himeji gefahren.Shinkansen HIKARI Auch hier Dauerregen, aber dafür hatte fast jeder vom Hotel kleine durchsichtige Regenschirme bekommen. Das half beim Fotografieren enorm, weil die Kamera dann nicht wegschwamm und schulte die Koordination der Hände für das gleichzeitige Halten der Regenschirmes, das Halten und Auslösen der Kamera! Auch im entfernten Himeji war das Wetter nicht besser und so sind wir im Eiltempo zum „Schloss des weißen Reihers“ gegangen. DA FEHLT WAS. In einer langen, sich langsam bewegenden Menschenschlange, sind wir dann die endlosen gewundenen Gänge und selbst für Japaner niedrigen Tore in das Schloss geschlichen. Diese imposante Festung ist sehr eindrucksvoll und strömt eine Aura der Macht aus – deshalb wurde sie in ihrer Geschichte auch nicht eingenommen oder gar belagert! In einer perfekt organisierten Station wurden die Schuhe gegen Pantoffeln gewechselt und die tropfenden RegenschirmeHimeji-Burg in Einweghüllen eingetütet. Nur so bleibt der jahrhundertealte Holzboden trotz der Busuchermassen unversehrt! Natürlich sind wir dem Rundweg durch die sieben Etagen der von außen nur fünfstöckigen Pagode gefolgt. Die Treppen waren wegen ihrer Enge und Steilheit schon für manche eine echte Herausforderung! Der Zeitplan war wegen der unerwarteten Menschenmenge damit gesprengt und so ging es dann erst um 15:45 Uhr weiter Richtung Mount Shosha! Die Gruppe hatte sich wieder verkleinert und so waren es nur 23 Leute die mit der Seilbahn auf den Berg fuhren! Das Personal der Seilbahn war über den europäischen Besucherandrang überrascht – dieser Ort wird sonst nur von Japanern besucht! Von der Bergstation ging es zu Fuß  - immer noch bei Regen und deutlich kälter geworden – weiter bergaufwärts zu dem Engyoji-Tempel. Diese Anlage inmitten der wolkenverhangenen Wälder mit den Mount Shosha . Drehort Last Samurairiesigen Bäumen versetzte uns in absolute Sprachlosigkeit! Hier wurde auch der Film „The last Samurai“ mit Tom Cruise gedreht! Mit der vorletzten Seilbahn ging es gegen 16:15 Uhr wieder abwärts und ziemlich durchgefroren und nass fuhren wir mit dem Bus zurück zum Bahnhof. In der Passage haben wir dann in einem japanischen Restaurant in eigenem Séparée Nudeln mit Huhn gegessen und Benni und ich haben uns mit Sake wieder aufgewärmt. Nicht ganz billig, aber lecker! Aber Benni und Arthur wurden doch nicht ganz satt und haben die japanischen Burger bei McDonalds probiert! Waren wohl auch ganz lecker, denn es blieb nicht bei diesem einen Burger! Nach einem anstrengenden, aber so erlebnisreichen Tag, waren wir erst gegen 23:00 Uhr im Hotel und haben dann sofort die Eindrücke im heißen Bad verarbeitet. Danach fand noch ein ungeplantes, aber lustiges Treffen mit Asashi-Bier im Foyer statt –Abendesse in Himeji natürlich gekühlt aus dem Automaten oder aus dem rund um die Uhr geöffneten Supermarkt nebenan!

TAG 5: Ausflug nach Nara am Donnerstag, den 25. März 2010
Welch Überraschung! Heute gab es kein Frühstück mit Tofu , Reis und Trockenfisch, sondern Milch, Croissants, Wurst, Marmelade, Spiegelei, Schinken und Obst! Angeblich auch japanisch, aber nicht so sättigend! Wieder um 10:00 Uhr sind wir dann mit dem Bus zum „Silbernen Schrein“ Ginkakuji, dem Gegenstück zum „Goldenen Pavillon“ gefahren. Der Weg zum Tempel führte vorbei an großen Bambuswäldern. Dann betraten wir eine faszinierende Gartenlandschaft mit fein gehaktem Kiesgarten, Bach- und Seenlandschaften mit kleine Wasserfällen, Steinen, Mega-Bonsai , Moosflächen – alles liebevoll zu einem fesselnden und zugleich beruhigenden Ganzen zusammengefügt! Der Pavillon selbst stand wie üblich in einem kleinen SeeEin anderes Frühstück, trat aber durch die Gartenlandschaft einfach in den Hintergrund! Anschließend ging es mit der Nara-Linie nach Nara. Bei mittlerweile gemäßigtem Regen gingen wir bergaufwärts in den Nara-Park und waren ganz entzückt über den Anblick der ersten freilaufenden „heiligen Hirsche“! Aber es kam noch besser. Auf dem Weg zum Tempel durch die Einkaufsstraße standen Dutzende von Hirschen zwischen den Besuchern herum und gingen keinen Schritt an die Seite. Im Gegenteil – wenn die Hirsche etwas Essbares erschnüffelten, verfolgten sie die Besucher und tr ieben sie geradezu vor sich her!. Und dann standen wir vor dem Todai-ji Tempel, dem größten Holzhaus in Japan. Aber bevor wir uns dieses überwältigenden Eindruckes hingeben konnten, erfolgten wieder ein paar Gruppenbilder für die Erinnerung und das Internet! Der Tempel ist mit 57 m Breite, 50 m Tiefe und 48 m Höhe wirklich groß! Im Zentrum des Gebäudes befindet sich eine 15m hohe Buddha-Statue – einfach unbeschreiblich dieser Eindruck! „Silbernen Schrein“ GinkakujiDabei handelt es sich um das größte Heiligtum der Buddhisten in Japan – wirklich das größte! Auf dem Rückweg in die Stadt sind wir noch zur zweithöchsten Pagode in Japan, der Nan-endo-Pagode gegangen! Leider war das Wetter recht unangenehm, sodass wir uns ein Restaurant suchten. Und mit der schnellen Auswahl haben wir einen richtigen Glücksgriff getan. Die Bedienung war sehr attraktiv, sprach fließend Englisch und hatte viel Humor (braucht man auch mit uns!) Das Essen war super: vorweg heißen Tee (vom Haus), danach gebratenes Huhn mit Reis, Salat, Gemüse, Sesamkörner zum Selbstzermahlen und Suppe (Beilagen "all you can eat"), dazu Sake und Bier und zum Schluss noch kalten Tee (auch wieder von Haus!). Gut gesättigt und aufgewärmt sind wir dann durch die Einkaufspassage gebummelt und zurück nach Kyoto gefahren! Da haben wir die Gelegenheit genutzt und sind noch durch das große und sehr exklusive Kaufhaus gebummelt. Todai-ji Tempel in NaraDas war nicht ganz unsre Preisklasse, aber es war schon ein Erlebnis, dass sich alle Verkäuferinnen und Verkäufer vor jedem Kunden verbeugen und freundlich aber unaufdringlich begrüßen! Nach dem ersehnten heißen Bad im Onsen gab es wieder eine kleine Hopfenkaltschale zum Tagesabschluss im Foyer! Sascha, Benjamin, Martin, Thorben und Arthur sind dann zur ersten Disco-Nacht aufgebrochen und zogen durch die Nacht bis der (oder dem) Morgen graute!

TAG 6: Teezeremonie und Ausflug ins Iga-Ninja-Museum am Freitag, den 26. März 2010
Nach einem (endlich wieder) traditionellen japanischen Frühstück sind wir in einer kleinen Gruppe zur Teezeremonie losgegangen. TeezeremonieWeil der Bus an der Kyoto-Station nicht pünktlich kam (Ungewöhnlich für Japan – vermutlich haben wir den Fahrplan falsch entziffert!)  kamen wir nicht gerade pünktlich zur Teezeremonie. Aber auch das war ein Erlebnis, obwohl das Sitzen im Zen-Sitz für fast eine Stunde schon Alles abforderte! Zum Abschluss der Zeremonie durften wir alle auch einmal den grünen Tee mit dem Pinsel selbst anrühren bzw. aufschäumen – sieht leichter aus als es ist. Nach dieser ruhigen Teezeremonie begann die aufregende Fahrt zum Ninja-Museum in Iga-ueno. Nachdem Thomas und ich uns an der Information in der Kyoto-Station über den Fahrplan dorthin informiert hatten, fuhren wir mit dem Schnellzug Richtung Nara und stiegen in Kizu in die Regionalbahn um. Nach einer Station wechselten wir bei Kamo in die Nahverkehrsbahn und mit dieser Bergbahn ging es durch enge Täler auf der Schmalspurbahn immer höher hinauf Richtung Iga. Nach vielen Stopps an jedem Bahnhof kamen wir endlich an und mussten dann bei sehr kaltem Wind noch ca. 5 km Iga-Ninja-Museumzu Fuß zum Museum gehen und das noch ohne Ausschilderung und sehr groben Karten!Aber letztendlich haben wir es gefunden und die Vorführung durch eine junge Japanerin in traditioneller Ninja-Kleidung (vermutlich aus der alten Ninja-Familie Iga) war sehr eindrucksvoll – besonders weil einige von uns auch die geheime Drehtür nutzen durften. Das war aber im Vergleich genauso elegant und geräuschlos wie ein Dinosaurier zu einem Schmetterling! Nach der Besichtigung des Museums ging es die gleiche Strecke zurück – nur etwas zügiger, weil der Zug um 17:30 Uhr ging (und der nächste erst 18:45 Uhr), wir aber nur noch 45 Zeit hatten! Somit haben Olaf und ich die Gruppe forschen Schrittes gezogen und als Belohnung gab es am Bahnhof auch heiße Getränke! Auch wenn der Besuch sehr anstrengend war, hat er sich wirklich gelohnt, denn man konnte dort tiefe Einblicke in den Mythos der Ninja gewinnen!Iga-Ninja-Museum Im Kamo fehlte plötzlich Ingrid und ich musste sie suchen, aber plötzlich war sie wieder da und wir erreichten doch unseren Zug nach Kizu. In Kizu kam dann die nächste Erschwernis: am Bahnsteig stand ein Zug nach Kyoto, aber ein Nahverkehrszug. Der Schnellzug kam erst ein paar Minuten später! Trotz meiner Warnung stiegen erst einer in den Zug und dann letztendlich alle anderen hinterher! Nach drei von 16 Stationen wurden die Gesichter wegen der enormen Geschwindigkeit  immer länger und so sind wir dann 9 Stationen vor Kyoto in den gegenüber haltenden Schnellzug umgestiegen und waren dann fast in Echtzeit in Kyoto. Dieser fordernde erlebnisreiche Tag wurde natürlich wieder mit einem heißen Bad im Onsen beendet – das werde ich in Deutschland vermissen! Die Reiseleitung und Hotel-ManagementDas war der letzte Tag in Kyoto – morgen geht’s nach Tokyo!

TAG 7: Kleine Besichtigungen in Kyoto und Abfahrt nach Tokio am Samstag, den 27. März 2010
Da wir bis 10:00 Uhr die Zimmer räumen mussten, war heute schon um 08:30 Uhr das (letzte) japanische Frühstück! Das Wilhelmshavener Busteam ist dann noch bei strahlendem Sonnenschein (Sonne in Kyoto!) zum Samurai-Geschäft Haruko Tsudiya gelaufen  - zum großen Bedauern der Party-Gang die am Vorabend mal wieder das Partyviertel unsicher gemachte hatte! Aber der Fußweg hat sich  gelohnt. Echte Samurai-Rüstungen und echte handgeschmiedete Katana bis zu 2,9 Millionen Yen. Hotel Omuri in TokyoEinfach unglaublich! Langsam sind wir am Fluss entlang zum Hotel geschlendert und sind dann in kleinen Gruppen mit Taxen zum Bahnhof gefahren. Nach einem kleinen Snack mit echtem Graubrot fuhren wir mit dem Shinkansen nach Tokyo. Nach 2,5 Stunden Fahrt bei weiterhin strahlendem Sonnenschein sind wir in Shinagawa  in die S-Bahn nach Omori umgestiegen (mit den Koffern bei den Rolltreppen und vielen Menschen in Tokyo nicht so einfach!). Nach kurzem Fußweg waren wir dann da im Omori Art Hotel. Ein luxuriöses Hotel im westlichen Standard und damit zwar mit größeren Zimmern aber dafür auch ohne Onsen! Nach dem Einrichten war um 18:00 Uhr Treffen mit der ganzen Gruppe. Benni ist mit Sascha, Thorben, Martin und Arthur nach Roppongi ins Vergnügungsviertel aufgebrochen, was sich im Nachhinein als echtes Highlight herausstellte, während Olaf und ich mit einigen Anderen nach Ueno gefahren sind. Hardrock Café Tokyo Ueno-eriDort haben wir erst den Ueno-Park bei Nacht angeschaut (hier feiert Tokyo die Kirschblüte) und einen Kaffee bei Starbucks getrunken. Und dann ging es zum Essen ins Hardrock Café Tokyo Ueno-eri! Das war ein echtes Erlebnis. Tolle Musik, ausgeflippte Bedienung, leckeres Essen und Powershopping im Hardrock-Café-Shop!

TAG 8: Besichtigungen in Tokio am Sonntag, den 28. März 2010
Schon beim Frühstück merkten wir, dass es in Tokyo mit der Ruhe von Kyoto vorbei war – kein ruhiges Frühstück in einem eigenen Raum, sondern eine lange Schlange und geräuschvolle Hektik! Mal davon abgesehen, dass das Frühstück weder rein japanisch noch rein westlich war! Aber um 10:00 Uhr brachen wir dann unter der Führung von David nach Shibuya auf! Das war richtiges Großstadtleben: Shibuyasonntags um 11:00 Uhr morgens waren die Geschäfte und Straßen voll. Eindrucksvoll waren die Menschenmengen, die bei Grün in alle Richtungen über die Kreuzung gingen. Da musste man einfach mit dem Strom mitgehen, anders ging es nicht! Durch die Einkaufstraßen mit den Leuchtreklamen und endlosen Geschäften vorbei an modisch oder schrill gekleideten Menschen (besonders sind hier die Vielzahl und die Länge der Miniröcke erneut zu erwähnen!) gingen wir nach Harajuka, eine enge Basar ähnliche Einkaufsstraße! Das war einfach irre! Hier macht einfach nur das Gucken Spaß! Im Oriental Basar hat dann der ganze Rest der Gruppe Geschenke gekauft. Auch hier die Freundlichkeit des Personals. An der Kasse wird bei jedem Einkauf die Rechnung mit den Waren vergleichen und dem Käufer jeder gekaufte Gegenstand gezeigt! Und alles mit einem Lächeln! Nach dem Einkauf hat sich die Gruppe zum freien Manöver aufgelöst und die Wilhelmshavener und Brombacher Touristengruppe ist dann zurück zu Harajuka, aber nicht ohne zuvor ohne einen kurzen ShibuyaHalt bei Starbucks bzw. einer Döner-Bude! Natürlich wollten wir auch heute noch mal eben kurz einen Schrein aufsuchen, was wäre ein Tag in Japan denn ohne Besuch eines Schreines oder Tempels? Leider war hier die Schlange zu lang und deshalb sind wir zurück nach Shibuya. Von dort sind wir zur Ginza gefahren. Die vierspurige Straße ist der Einkaufsort für die wohlhabenderen Japaner und wird samstags und sonntags extra fürs Einkaufen für vier Stunden für Autos gesperrt. Das ist wirklich eine Nobelstraße! Hier reihen sich Prada, Yamaha, Cartier, Rollex, Tiffany aneinander und – unglaublich – auch „H&M“. Von den Eindrücken überwältigt sind wir zurück ins Hotel und haben uns dann für die Fahrt nach Roppongi vorbereitet. Mittlerweile war es zwar immer noch trocken, aber nur noch +5°C warm! Im „Fridays“ haben Benni und ich dann den „Ultimate Jack Daniels“-Burger gegessen und ich habe das RiesendingGinza - zum größten Vergnügen meines Sohnes Benjamin - nur nach einer halbstündigen Pause geschafft! Nach der Rückkehr gab es dann „Fluch der Karibik“ auf Japanisch (im Fernsehen) – mal etwas ganz anderes!

TAG 9: Ausflug nach Yokohama und erste Trainingsmöglichkeiten am Montag, den 29. März 2010
An diesem Tag stand Yokohama auf dem Programm. In einer etwas überheizten S-Bahn führte uns David zuerst zum japanischen Garten. Aber es bleib beim Versuch, denn der japanische GartenChina Town (es gibt mehrere davon) entpuppte sich als Pferderennbahn mit Parkanlage. Aber so haben wir wenigstens mit der Treppe mit mehr als 80 steilen Treppenstufen etwas sportliche Betätigung gehabt. Also nichts wie zurück in die City von Yokohama. Vom Bahnhof sind wir nach China Town, dem chinesischen Viertel, und erst einmal ordentlich gegessen – Deutsche in Japan beim Chinesen!. Nicht zu vergessen an dieser Stelle, die Gruppenbilder! Durch das Gewimmel des chinesischen Viertels sind wir zum Hafen und haben dort vor dem alten Oceanliner Hikawa Maru erneut ein Gruppenbild aufgenommen. Mit freundlicher Unterstützung durch eine attraktive Japanerin! Am Hafen marschierten wir dann wegen des heftigen Regens ziemlich schnell ins Anlegeterminal für die Passagierschiffe und warteten das Ende des „Monsunregens“ ab. Anschließend wollten wir zum Riesenrad und dann  zurück zum Bahnhof gehen. Oceanliner Hikawa MaruAber das einzelne Riesenrad entpuppte sich als der Vergnügungspark „Cosmoworld“ mit Achterbahn und Wildwasserbahn.. Also erst in das Riesenrad und einen Blick über Stadt und Hafen werfen – aus 112 m Höhe geht das ja auch sehr gut. Danach ab in die Achterbahn! Da habe ich Angst gehabt. Die Wagen waren nicht für Europäer gebaut, der Bügel konnte wegen meiner Körpergröße nicht schließen und ausserdem schauten Thorben und ich über alle in den Wagen vor uns sitzenden Japaner hinweg! Aber die Fahrt war cool – auch wenn wir alle unentwegt den Kopf eingezogen haben. Aber dann ging es wirklich zurück ins Hotel. Dietmar hatte während unseres Ausfluges seinen zweiten Dan im Jiu-Jitsu gemacht und schloss sich uns dann mit Frau und Arthur an! Ziel des Abends war der Tokyo Tower! D er Turm sieht aus wie der Eifelturm, aber natürlich nur heller und auffälliger beleuchtet.Tokyo Tower In 150m Höhe war der Blick über das beleuchtete Tokyo bei Nacht einfach einmalig faszinierend – ein lichtdurchflutetes Häusermeer in alle Himmelsrichtungen so weit das Auge reicht! Auf dem Rückweg konnte ich mich vor einem Besuch bei McDonalds schließlich nicht mehr wehren – es blieb aber auch bei diesem einen Mal!

RANDNOTIZ: Am Abend fand durch das Tatsu-Ryu-Bushido angemeldete Training im Kodakan (Judo) statt. Es wurde als Ersatz für das abgesagte Karate Training vor Ort auf Wunsch einzelner Teilnehmer organisiert, Hierzu konnte ebenfalls am nächsten Tag eine weitere Einheit besucht werden. Und dank dem Teilnehmer Olaf Jansen (Polizist) konnte auf Grund organisierter Kontakte der Training im Kodokan - hier Thomas BeyerPolizei in Kyoto und Tokio, zwei weitere Abende mit Aikido Training erweitert werden. Somit standen statt 1 nun 4 genutze Trainingsmöglichkeiten zur Verfügung!

TAG 10: Ausflug zum Fuji am Dienstag, den 30. März 2010
Nach einem umfangreichen, aber nicht abwechslungsreichen Frühstück, brach ein großer Teil der Reisegruppe zur Besteigung des Fuji-san auf! Bei strahlendem Sonnenschein aber recht kühlen Temperaturen (die einknöpfbare Innenjacke für die Windjacke macht sich jetzt bezahlt!). Die Fahrt dorthin war schon ein Abenteuer für sich! Erst mit der S-Bahn nach Shinagawa. Von dort nach Takao, umsteigen in die Bahn nach Otsuki. Anschließend Weiterfahrt mit einer Privatbahn nach Fujiyoshida. FujiRuckzuck nach fast vier Stunden waren wir dort. Auf der Fahrt mit der Privatbahn kamen wir dem heiligen Berg immer näher und konnten ihn beim Durchschlängeln der Täler immer wieder erblicken – so eindrucksvoll der weiße Gipfel! Am Endbahnhof angekommen, erblickten wir zunächst nicht den Fuji-san, sondern eine Achterbahn, die sich senkrecht in die Tiefe stürzte. Aber der harte Kern blieb dieses Mal standhaft und wir alle stiegen in den Bus Richtung Berg. Durch die Anlage des Fuji Sengen Schrein sind wir bergaufwärts und haben dann von einem Aussichtspunkt den schneebedeckten majestätischen Gipfel zum Greifen nahe gehabt. Wie sollte es auch anders sein, erst das Gruppenbild, dann das Genießen des Anblickes. Es folgte ein mehrstündiges Fotoshooting mit und ohne Gi in mehr oder weniger gestellten Fotos! Aber der Anblick war echt toll!. Der Versuch dem Berg näher zukommen scheiterte aus Zeitgründen, denn imFuji Gegensatz zu Tokyo fährt die Privatbahn nicht mehr so spät zurück. Bei untergehender Sonne sind wir dann zurück zum Bahnhof und haben uns im Einkaufszentrum mit kleinen Snacks versorgt, dabei wurden wir alle von den Japanern vorgelassen, weil wir ja unseren Zug noch bekommen sollten. Einfach toll, diese Freundlichkeit! An der Omori-Station haben wir im Kaufhaus noch schnell, aber gut gegessen! Und dann zurück ins Hotel und anfangen mit Zimmerfete bei Thorben und Martin (hatten das aufgeräumteste Zimmer!)

TAG 11: Kamakura, Kaiserpalast und Onsen am Mittwoch, den 31. März 2010
Von Omori fuhren wir mit der S-Bahn nach Kamakura. Nach einem kleinen Abstecher zu einem Tempel (Namen habe ich nicht behalten) sind wir zum Kotkin-Tempel mit der größten sich im Freien befindlichen Buddhafigur Japans. KamakuraDie Statue ist mit fast 12m Höhe und 120 Tonnen Gewicht sehr imposant. Kaum zu glauben, dass sie 1492 von einem Tsunami weggespült wurde, obwohl sie ja mehrere Meter über dem Meeresspiegel und gut 20 Minuten Fußweg vom Strand entfernt ist. Nach der letzten religiösen Sehenswürdigkeit dieser Japanreise sind wir dann zum Pazifik gestrebt – zum Gruppenbild im Pazifik (nur mit den Schuhsohlen, aber im Pazifik!). Die Reisegruppe an diesem Ausflug war schon deutlich geschrumpft und umfasste nur noch 16 Leute. Mit der S-Bahn fuhren wir dann direkt zur Tokyo-Station und haben in den Schluchten der Tokyoer Wolkenkratzer des Geschäftsviertels nach einem Restaurant gesucht.Kaiserpalast mit Kaiser Besuch In der Untergrundeinkaufspassage haben wir dann in einem typischen japanischen Schnellimbiss an einem Tresen sitzenden Nudeleintopf mit Stäbchen geschlürft. Die dort sitzenden Geschäftsleute haben in ihrer Mittagspause gestaunt und bestimmt Gesprächsstoff gesammelt. Von hier haben wir uns dann direkt in den Kaiser-Palast begeben. Schließlich hatte Christian ja den Kaiser gebeten, sich uns zu zeigen. Nach einer guten Stunde in der eindrucksvollen Palastanlage mit ihren großen Mauern und weiter Gartenflächen war es dann auch soweit. Drei schwarze Limousinen fuhren an uns vorbei und aus den drei Autos winkten uns der Kaiser, die Kaiserin und die Tochter zu. Ein echtes Gänsehautgefühl. Und ab jetzt war nur noch der echt harte Kern zusammen: Christian und David als Reiseführer, Ingrid, Sacha, Arthur, Benjamin und ich! Wir habe alle Ausflüge mitgemacht Oedo-Onsen Monogatari (und das hat mich einen Schuh gekostet!). Von Shimbashi sind wir mit der unbemannten Einschienenbahn über die Regenbogenbrücke auf die künstliche Halbinsel Odaiba gefahren und in das Oedo-Onsen Monogatari gegangen. Das war einfach irre. Es handelt sich um ein Onsen-Erlebnisbad. Nach dem Umkleiden in den ausgewählten  Kimono kommt man zuerst in eine Erlebniszone mit Einkaufen, Essen und Trinken. Dann geht es in die Bäderlandschaft mit verschiedenen heißen Bädern, d.h. verschiedene Zusätze und Temperaturen. Ganz irre ist das heiße Bad unter freiem Himmel! Außerdem gibt es dort noch einen Außenbereich (natürlich mit Kimono und wärmerer Jacke) mit eine m Wasserpfad (Fußbad/-massage) . Das ist sehr gewöhnungsbedürftig, weil der Untergrund zur Fußmassage mit unterschiedlichen Kieseln versehen ist. Nach zwei erholsamen Stunden in dem Onsen und einem Ansturm von 25 jungen Volleyballerinnen auf Benni, die nur mit ihm fotografiert werden wollten, sind wir zurWasserfontänen - Licht- und -Lasershow Freiheitsstatue gegangen und haben dabei eine halbstündige Wasserfontänen - Licht- und -Lasershow genossen! Das war wie eine Verabschiedung extra für uns. Dieses Lichtspektakel vor der beleuchteten Regenbogenbrücke und derTokyoer Skyline bleibt unvergesslich! Zum Abschluss dieses wundervollen Tages, haben wir gesunde Riesen-Burger mit Blick auf den Hafen und Tokyo gegessen. Die Burger waren wirklich gesund – mit Avocado und Ananas.

TAG 12: Kirschblüten und Sayonara-Party am Donnerstag, den 1. April 2010
Der für heute geplante Ausflug begann mit etwas Verspätung, weil am heutigen letzten Tag von Claude Weiland (B.A.E.) die Teilnehmerurkunden ausgegeben wurden!Claude Weiland (B.A.E.) Jetzt war es fast wie im Frühling und deshalb stand heute die Kirschblüte im Ueno-Park auf dem Programm. Der ganze Park blühte in zartem (Rosa-)Weiß und auf den Wiesen saß scheinbar ganz Tokyo und feierte mit Essen und Getränken die Kirschblüte (jap.: Sak ura). Japanisch durchorganisiert waren die Flächen eingeteilt und zeitlich zugewiesen und der Rasen mit Folien abgedeckt. Bei +19°C fuhren wir dann in das Elektronikviertel Akihabara. Hier gibt es alles was unter den Begriff Elektronik fällt. Der 65“-TV war schon recht eindrucksvoll. Aber der Geräuschpegel war schon etwas abschreckend und der Döner noch viel mehr. Von hier ging es für den verbliebenen Rest der Gruppe nach Asakusa, dem alten Edo. Hier ist die eigentliche Altstadt und deswegen nahmen Sascha und Ingrid sowie Benni und ich sofort die Gelegenheit zu einer Riks ha-Fahrt wahr. Das war echt witzig. Die Fahrer zogen uns im Dauerlauf durch die Straßen und erklärten dabei noch die Gegend! Der ganze Park blühte in zartem (Rosa-)WeißNach den 20 Minuten erfolgte der letzte Einkaufsbummel durch einen Basar, der durch ein Interview eines japanischen Fernsehsenders zu den Themen „Gangart der Japanerinnen“ und “die Angewohnheit der Japaner in Zügen zu schlafen“ erneut zu einem besonderen Ereignis wurde. Letze Souvenirs kaufen und dann war es vorbei – fast vorbei! Abends fand dann die Sayounara-Party in Omori in einem Restaurant auf Empfehlung von Christian und David statt. „All you can eat and drink“ auf einem kleinen Grill für jeden Tisch – das Essen und die Getränke wurden aus einer Karte ausgewählt und dann selbst auf dem Tisch gegrillt. Echt klasse und sehr lustig – Sayonara Partybesonders das Gruppenbild mit der Bedienung! Vom achten Stock ging es dann nach unten in den dritten Stock zur Karaoke –das beliebteste Freitzeitvergnügen in Japan. Das war dann der gelungene Abschluss einer tollen Japanreise!

TAG 13: Abreise und zurück in Deutschland am Freitag, den 2. April 2010
Abreisetag. Deswegen gibt es nicht viel zu berichten. Aufstehen und Frühstück noch vor dem Wachwerden! Um 05:00 Uhr mit den Koffern zur U-Bahn (um diese Zeit waren die Rolltreppen noch ausgeschaltet), dann nach Shinagawa und mit Last-minute-Sitzplatzreservierungen mit dem Narita-Express zum Flughafen Tokyo-Narita. Flughafen Tokyo-NaritaDas Check-In funktionierte hier nicht gut – machte einen recht unorganisierten Eindruck (vermutlich weil es die Deutsche Laufhansa war!). Am Flugplatz schnell durch die Kontrollen und noch ein kleines Frühstück und dann ging es um 09:35 Uhr an Bord des Jumbos. Mit gut einer Stunde Verspätung verließen wir dann leider Japan und flogen mit der Sonne Richtung Europa. Der Start war wirklich sehr turbulent und die Maschine tanzte und neigte sich in alle Richtungen. Nach fast 11 Stunden Flug und mehreren Mahlzeiten, sowie drei Filmen landeten wir um 14:45 Uhr deutsche Zeit in Frankfurt. Dort holte uns die unglaubliche Unhöflichkeit der Bundespolizei wieder in die Realität zurück. Der Abschied am Gepäckband erfolgte leider etwas schnell und auch ohne Gruppenbild! Wir Wilhelmshavener waren dann so gegen 20:30 Uhr wieder an der deutschen Küste!

Wir sind uns alle einig – die Reise war ein tolles und unvergessliches Erlebnis! Nicht zuletzt dank des Einsatzes und der Betreuung durch Christian und David bei denen wir uns hiermit noch einmal sehr herzlich bedanken!

Von Stefan und Benjamin Knapp


Rene Schaal schreibt . . .
Der ReisetagTAG 1: Sonntag, den 21. März 2010
Die diesjährige Japan-Reise fand vom 21.03.2010 bis zum 02.04.2010 statt. Da dies bereits die zweite vom Tatsu-Ryu-Bushido mitorganisierte Japan-Reise unter Führung der Japan-erfahrenen Reiseleiter David Herbert und Christian Wideranders war, konnte man bei Gestaltung und Organisation auf einen reichhaltigen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Horst Baumgürtel vom Gojukai-Karate, Reiseleiter 2008, hatte dieses Jahr leider kurzfristig abgesagt. 34 Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet und Italien, hauptsächlich vom Tatsu-Ryu-Bushido und von der Budo-Akademie Europa (BAE), fanden sich hierzu am Sonntag, dem 21.03.2010 am späten Vormittag am Frankfurter Flughafen ein. Zwei weitere, bereits in Japan befindliche Teilnehmer sollten später in Tokyo dazu stoßen. Der knapp zwölfstündige Hinflug in einer Boeing 737 der Lufthansa wurde durch europäische und japanische Speisen versüßt sowie durch den beindruckenden Ausblick auf die polnische und finnische Küste, das Eismeer und den Sonnenuntergang über der russischen Halbinsel Kola. Fast symbolträchtig wurde der lange Flug schließlich kurz vor der Landung durch einen herrlichen Sonnenaufgang über dem japanischen Meer und eine erste Aussicht auf die japanische Hauptinsel Honshu und die Skyline von Tokyo belohnt.

Fahrt nach TokyoTAG 2: Montag, den 22. März 2010
Am Montag dem 22.03.2010, kurz nach acht Uhr Ortszeit betrat man auf dem Narita-Flughafen von Tokyo erstmals japanischen Boden. Glücklicherweise stellte sich bald heraus, daß die meisten Beschilderungen nicht nur in Japanisch sondern auch in Englisch beschriftet waren, so daß sich auch die der japanischen Sprache nicht Mächtigen problemlos zurechtfinden konnten. Bei kühlem, aber sonnigem Wetter brachte man die Einreiseformalitäten schnell hinter sich, denn noch stand ein weiterer Reiseabschnitt von etwa vier Stunden Fahrt vor den Teilnehmern. Mit dem Narita-Express ging es zunächst nach Shinagawa ins Herz Tokyos, und von dort weiter mit dem Schnellzug Shinkansen über Nagoya nach Kyoto. An dieser Stelle müssen der Komfort und die Disziplin der japanischen Bahnbetriebe positiv herausgestellt werden, die nicht zu Unrecht international legendär und konkurrenzlos sind. Minutiöse Pünktlichkeit, Beinfreiheit, Sauberkeit, höfliches Bahnpersonal und kostenloses WLAN an Bord der Züge ist man von dem deutschen Pendant des öffentlichen Fernverkehrs definitiv nicht gewohnt... Der letzte Abschnitt zum traditionellen japanischen Hotel “Ryokan Honnoji-Kaikan” gegenüber des Rathauses in Kyoto wurde mit dem Taxi zurückgelegt. Überraschend für Manche: In Japan herrscht Linksverkehr! Die Zimmer im Ryokan waren schlicht, aber zweckmäßig eingerichtet: Tatami-Matten, Shoji-Fenster, Tokonoma (erhöhter Bereich mit Kalligraphien), ein japanisches Tischchen sowie ein kleiner Sanitärbereich. Hausschuhe, Yukata (eine Art Kimono), Süßigkeiten und grüner Tee wurden vom Hotel bereitsgestellt, geschlafen wurde auf Futons. Außerdem  bot das Ryokan auch ein öffentliches Onsen (“heiße Quelle”) im Keller, dessen wohltuende und entspannende Wärme von vielen Teilnehmern nach der langen und anstrengenden Reise in Anspruch genommen wurde. Der Abend klang mit einem Essen in einem traditionellen japanischen Restaurant gemütlich aus.

Tatsu-Ryu beim Goldenen TempelTAG 3: Dienstag, den 23. März 2010
Der Dienstag, 23.03.2010, begann mit kühlem Regen, der leider den Rest der Woche anhalten  sollte. Das japanische Frühstück mit Reis, Tofu, Fisch, Miso-Suppe und Salzpflaumen war für so Manchen zunächst etwas gewöhnungsbedürftig. An diesem Tag standen erste Besichtigungen in Kyoto auf dem Plan. Die ehemalige Kaiserstadt bietet eine faszinierende Mischung aus Tradition und Moderne, große Einkaufspassagen und 24h-Supermärkte wechseln sich mit historischen Tempelanlagen und japanischen Gärten ab. Trotz der Größe der Stadt mit über einer Million Einwohnern waren die sprichwörtlichen japanischen Tugenden wie Ruhe, Höflichkeit, Ehrlichkeit und Sauberkeit regelrecht greifbar – Von den aus Deutschland gewohnten Innenstädten voller Lärm und Hektik, drängelnden Passanten und weggeworfenem Müll war hier jedenfalls nichts zu spüren. In den Einkaufspassagen offenbarte sich außerdem die Vorliebe der Japaner für grellbunte Farben und Hinweisschilder im Manga-Stil. Beeindruckende Sehenswürdigkeiten an diesem Tag, viele davon zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörend, waren der goldene Tempel (“Kinkaku-ji”), ein buddhistischer Schrein aus dem 14. Jahrhundert, sowie der in seinem Reduktionismus faszinierende Zen-Garten Ryo-an-ji, der seine Gäste zur Meditation einlud und zum Nachdenken anregte. Die meisten Teilnehmer nutzten den Nachmittag noch zum Besuch des Ninna-ji, einer nicht minder beindruckenden Tempelanlage, deren Wahrzeichen die fünfstöckige Pagode “Goten” ist. Der Abend lud zum Flanieren in der Kyoto-Station ein, die nicht einfach nur ein Bahnhof, sondern vielmehr ein mehrstöckiges, modernes Einkaufszentrum mit zahlreichen Restaurants, Freitreppen und Aussichtsplattform darstellt.

Himeji-BurgTAG 4: Mittwoch, den 24. März 2010
Der Mittwoch, 24.03.2010, wurde für einen Tagesausflug ins nahe Himeji genutzt. Hier sollten Kultur- und Kinofans gleichermaßen auf ihre Kosten kommen, wurde doch in der majestätisch anmutenden Burg Teile des Films “Shogun” gedreht. Zu erwähnen ist außerdem, daß der berühmte Samurai Myamoto Mushashi, Begründer der Kampfkunst “Niten-ichi-ryu” und Autor des Werkes “Gorin-no-sho” (Buch der fünf Ringe) im 17. Jahrhundert mehrere Jahre auf Burg Himeji gefangengehalten wurde. Nachmittags ging es dann noch mit der Gondelbahn auf den heiligen Berg Shosha. Der Pilgerpfad und die weit verstreuten Tempelanlagen waren u.a. Drehort des Films “Last Samurai”. Hier konnte man sogar den Regen und den Nebel genießen, unterstützte dieser doch die friedliche Atmosphäre auf dem Berg. Schließlich konnte man den Abend in der Himeji-Station und den daran angeschlossenen Einkaufspassagen ausklingen lassen, die neben zahlreichen japanischen Restaurants sogar eine deutsche Bäckerei und ein Hello-Kitty-Café boten.

„Silbernen Schrein“ GinkakujiTAG 5: Donnerstag, den 25. März 2010
Der Donnerstag, 25.03.2010, wurde von Einigen nach dem anstrengenden Vortag zur Erholung im Hotel genutzt. Hier wurden erste Versuche mit japanischen Computer-Tastaturen unternommen sowie das japanische Fernsehen in Augenschein genommen, das neben Sumo, Baseball, Anime, Nachrichtensendungen und koreanischen Sitcoms auch dutzende Varianten von “Takeshi's Castle” zu bieten hat. :-). Die meisten waren aber wohl durch das europäische Frühstück beflügelt und nutzten den Tag, um in Kyoto den silbernen Tempel (“Ginkaku-ji”) zu besuchen und nachmittags den Zug nach Nara zu nehmen, um dort die Tempelanlagen von Todai-ji, Teil des UNESCO-Weltkulturerbes, zu besichtigen. In dem riesigen, von heiligen Rehen bevölkerten Park befindet sich nicht nur das größte Holzhaus der Welt, sondern auch das Grabmal von Morihei Ueshiba, dem Begründer des Aikido. Im Nachhinein ist es nicht mehr eindeutig nachvollziehbar, ob sich just an diesem Tage der running gag “Mein Gott, sind hier aber ne Menge Japaner!” etablierte... :-)

Dan-Prüfung im Tatsu-Ryu-BushidoTAG 6: Freitag, den 26. März 2010
Am Freitag, dem 26.03.2010, standen gleich mehrere spektakuläre Ereignisse auf dem Plan. Morgens absolvierte Reiseleiter David Herbert in einem eigens bereitsgestellten Raum des Ryokan mit Bravour seine Shodan-Prüfung im Tatsu-Ryu-Bushido. An dieser Stelle möchten wir dem frischgebackenen Schwarzgurt-Träger und Sensei-ho (“Jungmeister”) dazu nochmals herzlichst gratulieren! Mittags wurden dann in einer traditionellen Ocha-Zeremonie grüner Tee und Süßigkeiten serviert. Der freie Nachmittag bot Zeit zum Schlendern, von Manchen wurde der Heian-Schrein, das Tozando-Waffengeschäft oder der Maruyama-Park in Kyoto besucht, Andere besichtigten das Ninja-Museum in Iga-shi.

Kyomizu-Terrassen mit KirschblüteTAG 7: Samstag, den 27. März 2010
Am letzten Tag in Kyoto, Samstag dem 27.03.2010, wurden die Teilnehmer endlich wieder mit strahlendem Sonnenschein und milden Temperaturen verwöhnt, so daß sich schließlich der Ausflug zu den Kyomizu-Terrassen mit Kirschblüte und herrlichem Ausblick über Kyoto doch noch lohnte. Nachmittags wurde der Shinkansen nach Tokyo genommen, wo im Stadtteil Omori das westliche Art-Hotel bezogen wurde. Der Autor vertritt im Übrigen die Meinung, daß Vogelgezwitscher im Aufzug weitaus angenehmer ist als seichte Jazzmusik! :-)

Essen mit JapanernTAG 8: Sonntag, den 28. März 2010
Der Sonntag, 28.03.2010, begann mit einem ausgedehnten Frühstückbuffet, daß eine breite Auswahl an europäischen und japanischen Speisen und Getränken bot. Gleich im Anschluß wurden erste Erkundungstouren in Tokyo unternommen. Allgemein ist zu sagen, daß Tokyo nur wenig mit dem gemütlichen und entspannten Kyoto gemeinsam hat. Hier geht es weitaus hektischer zu, ein anderer Menschenschlag scheint vorherrschend zu sein. Hochhäuser, grellbunte Neonfassaden, zahlreiche Geschäftsleute und alternative Jugendliche jedweder Façon prägen das Stadtbild. Und grundsätzlich jeder hier scheint mit Handy, Mp3-Player und Nintendo DS unterwegs zu sein. :-) Das ausgedehnte, auf mehreren Ebenen angelegte Straßen- und U-Bahnnetz ist bestens ausgebaut und mit seinen Flatscreen-Monitoren, Werbeplakaten, Haltestellen-Klingeltönen und einem gewissen “Ölsardinen-Feeling” ein Erlebnis für sich. Der Stadtteil Shibuya im Zentrum Tokyos bot mit den Einkaufspassagen und dem Oriental Bazar alle Souvenirs die das Touristen-Herz begehrte. Von japanischer Kleidung, Waffen und Aquarellen bis hin zu Porzellan und Möbeln war hier alles zu finden. Sogar eine Koto-Spielerin verwöhnte die Reisenden mit japanischer Musik. Nachmittags schlossen sich noch drei befreundete Japaner der Reisegruppe an. Gemeinsam mit diesen wurden die Stadtteile Harajuku und Ginza erforscht. Auch der Meiji-Park lud zum Spazierengehen ein. Den Parkeingang schmückt das größte Schrein-Tor Tokyos, vor dem sich die alternative Jugendszene Tokyos gerne trifft. KaraokeDer Park selbst bietet einen interessanten historischen Ausflug in die Reformationszeit des 19. Jahrhunderts, sinnbildlich hierfür stehen die zahlreichen französischen Weinfässer, die den Weg zum zentralen Meiji-Schrein säumen. Abends wurde in einem japanischen Restaurant mit Tischgrill im Stadtteil Shinjuku gespeist. Das “All-you-can-eat”-Angebot wurde von allen genutzt, so daß auch exotische Spezialiäten wie Leber, Magen, Tintenfisch oder Haifischflossen degustiert werden konnten. Und natürlich wurde zum Ausklang des Abends auch eine Karaoke-Bar besucht. Wie, die ham auch “Rammstein”? :-)

Hardrock-CaféTAG 9: Montag, den 29. März 2010
Montag, der 29.03.2010, wurde für einen Kurztrip nach Yokohama genutzt. Sehenswürdigkeiten hier waren ein auf einer Anhöhe gelegener Park sowie die China-Town und der Hafen von Yokohama, der sowohl moderne als auch historische Schiffe beherbergt. Eine kleine Gruppe besuchte später noch den Stadtteil Roppongi, um den Tokyo-Tower und das Hardrock-Café zu besichtigen. Nachmittags legte Dietmar Rabe vom BAE eine beeindruckende, nahezu zweistündige Prüfung im Jiu-Jitsu ab. Das Tatsu-Ryu-Bushido gratuliert herzlichst zum 2. Dan!

Fahrt zum FujiTAG 10: Dienstag, den 30. März 2010
Der Dienstag, 30.03.2010, lockte mit strahlendem Sonnenschein, so daß ein Besuch des heiligen Berges Fuji-san, des Wahrzeichens Japans, unabkömmlich war. Die drei Stunden Fahrt waren mehr als lohnenswert, schon vom Zug aus konnte man die majestätische Kullisse des schneebedeckten Vulkankegels erkennen. Noch beindruckender war die Optik auf einer Wiese zu Füßen des Fuji-san, wo einige der wohl besten Fotos der diesjährigen Japanreise enstanden – Selbstverständlich in vollem Ornat mit Gi, Hakama und Bokken! :-)

TAG 11: Mittwoch, den 31. März 2010
Am Mittwoch, dem 31.03.2010, besuchte man in Kamakura die größte freistehende Buddha-Statue Japans, einen gut sortierten Souvenir-Shop sowie den Pazifik-Strand. Noch am selben Tag konnte man am Kaiserpalast in Tokyo ein seltenes Ereignis bestaunen: Die Teilnehmer wurden Zeugen der ausfahrenden Kollonne der Kaiserfamilie, die den Schaulustigen fröhlich zuwinkte. Als krönenden Abschluß des Tages besuchte man anschließend noch den Oedo-Onsen auf der künstlichen Insel Odaiba, gefolgt von einer Wasser- und Lasershow vor der Skyline von Tokyo.

AkahabaraTAG 12: Donnerstag, den 1. April 2010
Der letzte Tag vor der Abreise, Donnerstag der 01.04.2010, glänzte nochmals mit herrlichem Wetter, so daß man im Palastgarten und dem Ueno-Park die Kirschbäume in voller Blüte genießen konnte. In den Stadteilen Akahabara und Asaksa konnte man sich schließlich noch mit japanischer Hightech und Souvenirs eindecken. Die abendliche Sayonara-Party im Yaki-Niku und einer Karaoke-Bar verlief feucht-fröhlich und mit viel Spaß.

TAG 13: Freitag, den 2. April 2010
Für die Heimreise am Karfreitag, dem 02.04.2010, mußte nochmals früh aufgestanden, 2h Bahnfahrt  und 11h Flug durchgestanden werden. Wer die Gesichter der heimgekehrten Teilnehmer zu deuten versuchte, konnte neben der nicht überraschenden Müdigkeit aber vor Allem Eines lesen: Die Gewißheit, im Land der aufgehenden Sonne zahllose und unersetzbare Eindrücke und Erfahrungen gesammelt zu haben!


Fazit des Veranstalters . . .

Die Zeichen vor Reisebeginn standen nicht gut. Angefangen bei der unverständlichen Absage der eingeteilten Reisebegleiter, dann Störungen durch die Kongruenz der teilnehmenden Budo-Akademie-Europa (B-A-E), der Wirtschaftskrise und zuletzt der schlechte Euro, der sich auf den Wechselkurs des Yen auswirkte. Dazu kam noch die Absage des Karate-Trainings (geplant wie 2008) in Tokyo, welches auch hier durch Störungen verhindert wurden . . .

Die Reiseleitung und Hotel-Management. . . aber das Ergebnis war weit über den Erwartungen und toppte sogar die Japan-Reise-2008. In der Japan-Reise-2010 wurde alle Programmpunkte erfüllt, wobei der Ausflugsort „Nikko“ durch den „Fuji“, nach Absprache mit den Teilnehmern, getauscht wurde. Die Ausflugstage „Yokohama“ und „Kamakura“ wurden aufgrund von Wettervorhersagen getauscht. Zudem wurden weitere Ausflüge angeboten. Es standen statt der ursprünglich geplanten 1 Trainings-Einheit dann 4 Trainings-Einheiten zur Verfügung. Am Montag, den 29. März fand ein durch das Tatsu-Ryu-Bushido angemeldete Training im Kodokan (Judo) statt. Es wurde als Ersatz für das abgesagte Karate Training vor Ort auf Wunsch einzelner Teilnehmer organisiert. Hier konnte ebenfalls am nächsten Tag eine weitere Einheit besucht werden. Und dank dem Teilnehmer Olaf Jansen (Beruf Polizist), konnten aufgrund organisierter Kontakte der Polizei in Kyoto und Tokyo, zwei weitere Abende mit Aikido- Training erweitert werden. 4x Training in TokyoDie Koordination der 4 Trainingseinheiten übernahmen im Rahmen des B-A-E-Sommercamp 2010 die Budo-Akademie-Europa mit Thomas Beyer und Claude Weiland. Und die volle Pracht der Kirschblüten gab es oben drauf . . .

Fazit: Das Tatsu-Ryu-Bushido organisierte und bereitete bereits erfolgreich die „Japan-Reise-2008“ und übernahm bei der „Japan-Reise-2010“ auch deren Durchführung, was sich an der Gesamtqualität der Reise enorm bemerkbar machte. Ein toller Erfolg und viel Spaß der Teilnehmer, die an allen Programmpunkten teilgenommen haben. Es ist noch ergänzend zu erwähnen, das die B-A-E Führung bedauerlicherweise größtenteils nicht am Gesamtprogramm teilnahmen. Weiterhin war diese Reise nicht gedacht, täglich am Training teilzunehmen. Das Land bietet einfach zu viel, was in rund 2 Wochen sowieso nicht alles zu sehen ist. Diese Reise hat auch gezeigt, dass es nicht notwendig ist, 11 Jahre in diesem Land zu leben, um sie erfolgreich zu planen, vorzubereiten, durchzuführen und nachzubereiten. Denn Himeji liegt nicht zwischen Kyoto und Tokyo, was man, wenn man eine solch lange Zeit in Japan gelebt hat, wissen sollte. Jedoch wird das Tatsu-Ryu-Bushido, wie eigentlich 2007 bereits geplant, als einzelner Veranstalter und Organisator künftig weiterhin auftreten. TUI-Reisecenter LimburgerhofEinzig allein die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem TUI-Reisecenter Limburgerhof wird weitergeführt. Die Mehrkosten der gesamten Japan-Reise-2010 durch den schwachen Euro wurden nicht auf die Teilnehmer verteilt, sondern durch die Deutsche Tatsu-Ryu-Bushido Kai e.V. übernommen.

Danke: An die eingesprungene Reiseleitung Christian Wiederanders und David Herbert, die ehrenamtlich diese Reise durchgeführt haben und dafür auch ihren Urlaub geopfert haben. Danke an das TUI-Reisecenter Limburgerhof und hier insbesondere Hannelore Benz, die Christian Wiederanders (Konzept der Japan-Reise) bei den Vorbereitungen voll unterstützte.

Nachtrag 13. Mai 2010: "Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben" so verhält sich unser mehr als faires "Fazit" zur Japan-Reise 2010. Als jedoch am 13. Mai 2010 in der Geschäftsstelle des Tatsu-Ryu-Bushido, der Briefkasten geöffnet wurde, erwartete uns eine Überraschung der negativen Art. Darin haben wir die Mitteilung unserer Hausbank erhalten, das eine Teilnehmerin aus der Budo-Akademie-Europa ihren Teilnehmerbeitrag, den Sie mittels Lastschriftverfahren eingezogen hatte (Sonderpreis für Führungskräfte 2.200 Euro) "wegen Widerspruch" am 12. Mai 2010 (6 Wochen nach Reiseende) zurückgeholt hat. Somit kam damals einen Kontostand mit einem großen Minus zustande, was vorerst den Verband "Deutsche Tatsu-Ryu-Bushido Kai e.V." zahlungsunfähig machte. Es gibt keinen Grund, eine in Anspruch genommene Leistung ohne Vorwarnung zurückzuholen und das Ehrenamt so zu schädigen.

Nachtrag 28. Juni 2010: "2 Japan-Reisen-2010?" So könnte man meinen, wenn man den Japan-Bericht in der Budo-International (kurz BI = Verbandszeitschrift B-A-E) Nr. 57/2010 ließt. Da waren es rund 40 BAE Teilnehmer und das Tatsu-Ryu-Bushido wird weder als Ausrichter noch mit seinen ehrenamtlichen Reiseleitern Erwähnt. Auch mit dem Training gibt es 2 Varianten . . .

Ausblick: Bereits jetzt steht schon fest: Zum 25-jährigen Bestehen des Tatsu-Ryu-Bushido geht es wieder nach Japan. Hierzu findet in den Osterferien (ca. 30. März bis 15. April 2012) die Japan-Reise-2012 statt. Es wird dann eine Gruppe für Erstreisende und eine für Zweit-(/Dritt-)reisende geben. Näheres demnächst hier auf www.tatsu-ryu-bushido.com . . .

Christian Wiederanders am Fuji-san

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Autor: Stefan und Benjamin Knapp (Wilhelmshaven) + Rene Schaal (Mannheim)
Bilder: Tatsu-Ryu-Bushido - Aufnahmen durch Christian Haas, Volker von der Saal, Max Christensen
  Privataufnahmen - Stefan Knapp, Thomas Beyer (Training) und David Herbert
Videos: FullHD Aufnahmen Tatsu-Ryu-Bushido - Aufnahmen Max Christensen
  FullHD Aufnahmen Privat - Aufnahmen Ralph Walter
Erstellt am: April 2010 (Update 28.06.2010)
   
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