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Tag der offenen Tür im GoIn Schwetzingen
Samstag, den 22. Mai 2010

GoIn SchwetzingenAm Samstag, 24.07.2010 öffnete das Schwetzinger Jugendzentrum GoIn seine Pforten für interessierte Besucher im Rahmen eines Tages der offenen Tür. Nachdem das Tatsu Ryu nun schon seit einem viertel Jahr in den Räumlichkeiten des GoIn trainiert und Kurse gibt, verstand es sich von selbst auch eine Vorführung für die Veranstaltung zuzusagen. Bedauerlicherweise machte „Murphys Law“ allen einen Strich durch die Rechnung und Sensei Thorsten Klein Trainingspartnerin fiel kurzfristig aus und Ersatz musste gefunden werden. Da alle in Frage kommenden privat oder durch andere Kurse verhindert waren, bot sich Seito Florian Kadel für die Schwertvorführung als Uke an, Thorsten Klein Ehefrau Nadine übernahm den Selbstverteidigungsteil der Vorführung. Ganz wohl war ihr dabei nicht, sie hatte seit langen Jahren nicht mehr trainiert, doch wollten wir letztlich herausfinden, was eine intensive Grundschule beim Tatsu-Ryu taugt. Die Eltern wurden flugs in die Pflicht genommen um während der Vorführung auf Töchterchen Kira aufzupassen und los ging es. Thorsten Klein machte eine Ansage und erklärte einige Aspekte zur Selbstverteidigung Frau gegen Mann, dann folgte schon der praktische Teil. Nadine drehte sich schnell aus verschiedenen Griffen heraus und verschaffte sich mit Schlagkombinationen Luft und Raum. Wann immer möglich packte sie Haare oder Finger des Angreifers, um ihn damit zu Boden zu zwingen. Die Vorführung war ohne Vorbereitung und zu 100% improvisiert und das nach mehreren Jahren ohne Training und dafür war sie in jedem Fall eine hervorragende Leistung von Nadine, vielen Dank fürs Einspringen. Als nächstes betrat Florian Kadel mir dem Bokken die Trainingsfläche und die Schwertvorführung begann. Auch hier merkten die Zuschauer schnell das es keine Showelemente gab. GoIn SchwetzingenEin japanischer Schwertkampf ist keine längere Fechtsequenz, sondern ein bis zwei Schnitte, dann ist der Kampf vorbei. Dennoch wurden es viele Schnitte mit dem Bokken bis Florian Kadel und Thorsten Klein verschiedene Situationen und Angriffe durchgespielt hatten. Hier gilt das gleiche, keine Vorbereitungszeit und komplett improvisiert. Doch auch ein vorbereiteter und eingeübter Partner hätte die Vorführung kaum besser als Seito Florian Kadel absolvieren können, auch ihm hiermit vielen Dank.

Unser Fazit: Wir haben mit minimalsten Mitteln unsere Kampfkunst auf dieser Veranstaltung würdig vertreten und damit ein weiteres Mal bewiesen das Improvisation zu den wichtigsten Talenten eines Kampfkünstlers gehört.


Autor: Thorsten Klein
Bilder: Siegfried Grimmig (Privat)
Erstellt am: Juli 2010
   
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