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Urlaubs- und Trainingsreise Gran Canaria 2011
Sonntag, 17. Juli bis Mittwoch, 27. Juli 2011

Gran Canariamit dem Bericht vom internationalen Tatsu-Ryu-Bushido Seminar in Maspalomas . . .

Die Samurai ziehen nach Süden. Nein, nicht nach Kyushu. Die Reise ging nach Gran Canaria. In tiefster Dunkelheit traf sich die Mehrzahl der Teilnehmer im Zug nach Frankfurt. Die Übrigen Mitglieder der Bande waren per Auto auf dem Weg zum Treffpunkt am Flughafen. Wie es bei Gruppenaktivitäten üblich ist, sei es nun die Schlacht oder auch wie in diesem Fall die Reise, so kam es auch hier bereits zu den ersten Komplikationen. Die Truppe erlitt auf der Autobahn einen Getriebeschaden, und somit stand die Reise bereits in diesem frühen Stadium vor einer ernsthaften Kriese. Allerdings zeigt sich der wahre Samurai erst in der Zeit der Not. Über einen Bekannten konnte die Situation geklärt werden, und so trafen sich alle großen und kleinen Samurai pünktlich am Flughafen in Frankfurt.

Gran CanariaTrotz Problemen mit dem Gruppen Check-in lief alles doch sehr schnell ab, was wohl auch daran lag, dass um 1:30 Nachts doch vergleichsweise wenig los ist. Vor dem Weg zum Gate legte fast die gesamte Gruppe, obwohl nicht verabredet einen Zwischenstopp bei dem einzigen zu dieser Zeit verfügbaren Restaurant ein. Und ja, sie haben richtig geraten, dabei handelte es sich um McDonalds. Doch zeigt sich in dieser ungeplanten Zusammenkunft einmal mehr, wie ähnlich doch die Gedankengänge von Personen sein können. Nach dieser Stärkung ging es schließlich zum Gate und gegen 3 Uhr in der Nacht bezogen alle ihre Posten im Flugzeug. Hier sei auch das vorbildliche Verhalten und das Durchhaltevermögen unserer kleinsten Mitreisenden erwähnt, die sich trotz der Anstrengungen um diese Zeit nicht unterkriegen ließen.

Gran CanariaDer Flug an sich verlief reibungslos, sodass wir gegen 7 Uhr auf dem Flughafen auf Gran Canaria landeten. Auch die Busfahrt, mit dem eigens eigensetzten Bus für das Tatsu-Ryu-Bushido, zum Hotel „Dunas Mirador Maspalomas“ konnte gleich im Anschluss nach der Gepäckabholung erfolgen. Die nächste Herausforderung fand uns im Hotel selbst. Bei unserer Ankunft waren nur 2 Zimmer bezugsfertig. Die Übrigen mussten noch darauf warten, dass ihre Vorgänger die Zimmer räumten, und diese gereinigt wurden. So begab es sich, dass ein Teil der Mitreisenden erst gegen 4 Uhr nachmittags ihre Zimmer bekamen. Allerdings war dies erträglich, da in dieser Zeit die Poollandschaft ihren ersten Test erfuhr. Erschöpft von dem langen Tag begaben sich schließlich alle früh ins Bett.

Gran CanariaAm zweiten Tag unter afrikanischer Sonne, erholten sich die großen Samurai auf den Liegen am Pool, während die kleinen Krieger sich mit den gewaltigen Wassermassen im Pool anlegten. Zum Erstaunen aller gab es seltsame Regeln wie, es darf kein Ball im Wasser gespielt werden, was jeden verwunderte. Folglich hat man einen kleinen Samurai als solches benutzt und so hatte der „Ball“ sowie die Werfer, neben testen gelernter Techniken im Wasser und Tauchgängen und den Samurai ihren Spaß. Zum Mittag gab es leckere Ham- und Cheese Burger mit Pommes Frittes , an den sich alle satt essen konnten. Neben dem Mittagessen am Pool konnte man auch im Restaurant speisen. Gegen Abend trafen wir uns im Restaurant und speisten nach einer kurzen Ansprache und der Vorstellung der Planung zum nächsten Tag zusammen. Nach dem reichen Essen vom Büfett und Grill hörten wir von einer Haus Disco und fanden im Laufe des Abends heraus, dass diese jede Musik spielte nur keine aktuelle Musik. Jedoch begaben sich ein paar Samurai in die Disco worauf sich ein Samurai von den veralteten Schallwellen überwältigen lies.

Gran CanariaDer dritte Tag war von frühem Aufstehen und langen Fahrten geprägt. Fast alle aus der Reisegruppe nahmen an der im Vorfeld geplanten Reise auf die Insel Teneriffa Teil. Dort war das Ziel der Loro Park, eine Institution die sich mit dem Erhalt von Wildtieren, insbesondere den Papageien beschäftigte. Auf unserer Reise waren wir zusammen mit Gruppen aus zwei anderen Hotels unterwegs in einem Bus, und hatten einen Guide, der uns viel über Land und Leute erzählte. So erfuhren wir unter anderem, dass die Bananen der Insel sehr schön sind, und er einen Hund namens Herkules besitzt. Nach etwas mehr als einer Stunde Fahrt, auf der noch viele von uns etwas Schlaf nachholten erreichten wir die Fähre am Rand von Las Palmas, der Hauptstadt von Gran Canaria. Die Überfahrt wird sicherlich vielen der Mitfahrenden für eine längere Zeit im Gedächtnis bleiben. Immerhin gab es auch unter den gestandenen Samurai einige, die den Wellengang nicht überstanden ohne sich ihres Frühstückes zu entledigen. Nach einer weiteren kurzen Fahrt mit dem Bus und unserem Anekdoten reichen Guide erreichten wir den Park. Gleich am Anfang meldeten sich die meisten von uns für die Discovery Tour an, welche noch Hintergründe und Einblicke in die Welt hinter den Kulissen des Parks versprach. Gran CanariaBereits am Eingang zum Park wurden Fotos der Besucher zusammen mit einem der vielen Papageien des Parks aufgenommen. In den fünfeinhalb Stunden die zur Verfügung standen um sich alles anzusehen fanden auch mehrere Tiershows statt. So wurden zum Beispiel die Seehunde, Delphine und Orcas den Zuschauern vorgeführt. Mit geschickter Planung, und dank der guten Wegführung des Parks konnte man sich in dieser Zeit alles ansehen was man wollte. Die Rückfahrt auf der Fähre war von vielen gefürchtet, allerdings stellte sich die Angst als unbegründet heraus. Der Seegang hatte in der Zwischenzeit Nachgelassen, und einige von uns entdeckten einen Weg an Deck, was nochmals ein ganz besonderes Erlebnis darstellte.

Gran CanariaAm Mittwoch stand der Markt auf dem Programm. Dort konnte man neben vielen günstigen Klamotten auch geschnitzte Holzfiguren aus Afrika, geblasenes Glas und andere teilweise sehr schöne handgefertigte Gegenstände, auch Allerlei billigen Schnickschnack, erwerben. Für Mitbringsel in die Heimat war dies ein guter Fundort und eine günstige Gelegenheit, die sich auf der Reise leider recht selten boten. Am Nachmittag kamen wir dann zum ersten Mal zum trainieren. Für den Anfang noch ein wenig lockerer, und somit war diesmal noch kein Gi erforderlich. So marschierte man gesammelt zum Park von Maspalomas, der uns dankenswerterweise dafür zur Verfügung stand. Die Spanier schauten neugierig als wir dann mit den Übungen begannen. Thema des Trainings an diesem Tag waren die Elemente Wasser und Wind, und das nicht immer nur ein Element zur Anwendung kommen muss. Passend dazu waren ausweichen; Happo no kamae und Wurfübungen im Programm enthalten. Damit in der prallen Sonne aber niemand einen Sonnenstich bekommt wurden natürlich Pausen im Schatten und genügend Wasserzufuhr gewährleistet. Nicht nur die Hitze war eine alternative Erfahrung, auch der Rasen war anders als man es vom heimischen gewohnt ist. Viel federnder, trotz Trockenheit konnte man somit getrost fallen. Weh tat es nur, wenn man ein Loch, in dem die Sprinkleranlagen versteckt waren, erwischte.

Gran CanariaGegen Abend ging es für einige von uns zusammen mit Sensei Juan Antonio Pena Salinas in seinem Auto zu einem freien traditionellen kanarischen Ringerwettkampf nahe dem Flughafen. Diesen Ausflug verdanken wir ebenfalls Juan, denn alleine den Ort der Austragung ausfindig zu machen wäre wohl für Ortsfremde unmöglich gewesen. Der Wettkampf in der mittleren Gewichtsklasse war nach Frauen und Männern aufgeteilt. Deshalb mussten leider auch alle von uns, denen es förmlich in den Fingern juckte, auf die Teilnahme verzichten. Zur Entschädigung bekamen wir zum Teil spektakuläre Kämpfe zu sehen, in denen einige Wurftechniken sehr beeindruckend waren. Alles in allem bot sich den Anwesenden ein guter Einblick in die Ringerszene der Insel, verpackt in ein anschauliches Spektakel. Damit kann man zu diesem Teil der Reise nur noch sagen: „Ziel erreicht!“

Gran CanariaDie erste offizielle Trainingseinheit fand am Donnerstag in den Sanddünen des Strandes statt. Vom Hotel aus ging es zur Playa de Ingles per Taxi, und darauf folgend ab in die Dünen der Südküste. Unser Lager schlugen wir am Kamm einer der höchsten Dünen auf, von der aus man einen guten Blick bis zum Strand und dem Meer in der Ferne hatte. Das schwierigste am Dünen-Training war, dass man fast nichts gesehen hat weil die ganze Zeit Sand in die Augen geflogen ist. Zudem war der Sand auch sehr heiß und so wurden die Tabi nach einer Zeit ebenfalls heiß. Angefangen hatte das Training mit einer lockeren Aufwärm Kata. Danach ging es dann in die Partner Übungen. Die Übungen wurden durch den Sand noch interessanter, da man eigentlich nie festen Boden unter den Füßen hatte. Wüste, Sonne, Hitze und Sand entzogen allen dort ziemlich schnell die Kräfte, sodass jeder über die Trinkpausen sehr dankbar war. Zwischendrin wurde wie so oft Bild- und Filmmaterial erstellt. Zum einen eine Szene in der eine Gruppe Samurai eine Düne erstürmte, und schließlich bei der Verteidigung dieser von den im Tal wartenden Meistern niedergemetzelt wurden. Außerdem konnte vor dem Hintergrund der Dünen hervorragend der Kampf mit dem Schwert, hier Bokken, in Szene gesetzt werden. Am Ende der Trainingseinheit gingen noch ein paar der Teilnehmer  zum Strand um sich den Sand weg zu baden.

Gran CanariaDen Freitag nutzten viele zur Erholung nach dem anstrengenden Tag in den Dünen, und um den Sand wieder von der Haut und aus Haaren und Kleidung zu bekommen. Senpai Sarah Scheu und Sensei Timo Gartner nutzten den Tag um die Canyons der Insel zu erkunden und auf ihre Trainingstauglichkeit zu testen. Auf der Suche nach Schlangen und Abenteuern fanden sie von den Schlangen leider nur Häute, aber dafür sahen sie mehr von der Fauna der Insel, als die anderen, die nur im Tourismusgebiet blieben. Neben den Eidechsen und einem jungen Eber entdeckten sie auch ein Autowrack, das offensichtlich für Schussübungen mit einer Schrottflinte verwendet wurde. Von ihrem Ausflug brachten sie neben neuen Erfahrungen auch einen Haufen Steine mit.

Gran CanariaManche der anderen waren zur selben Zeit am einzigen karibischen Strand auf ganz Gran Canaria. Der Sand hierfür wurde extra aus der Karibik nach Gran Canaria transponiert. Am späten Abend ging ein Großteil der TRBler in die Discos der Stadt. Eine Splittergruppe hatte sich zuvor bereits abgesetzt und testete die lokale Restaurantsituation aus. Eine Paella war die Speise der Wahl und ist auch für künftige Besuche zu empfehlen, zumal Preis- Leistungsverhältnis sehr zufriedenstellend waren. In der Disco dann wurden aufdringliche Playboys forsch mit der Hand im Gesicht bei Seite geschoben, Drinks geleert und die Tanzfläche unsicher gemacht. Unser Senpai Tag-Team und auch die Sensei Timo Gartner und Juan Antonio Pena Salinas ließen es richtig krachen. Natürlich artete das Ganze zu einer langen Nacht aus, in der uns einmal mehr von Sensei Juan einige Facetten der Insel aufgezeigt wurden.

Gran CanariaAm Samstag fand das Erste internationale TRB-Kampfkunst-Seminar auf Gran Canaria in Maspalomas statt. Pünktlich fanden sich zahlreiche spanische Besucher aller Altersklassen im örtlichen Park von Maspalomas ein, geleitet von den aufgehängten Plakaten. Die mediterrane Sonne gab alles, konnte aber den anwesenden in Schwarz gekleideten TRB-ka nichts mehr anhaben, da die sonnigen Tage zuvor bereits ihre Spuren hinterlassen und alle Gefallen an den Temperaturen gefunden hatten. Um die mehr als 50 anwesenden Spanier auf das anstehende Mitmachprogramm einzustimmen, begannen die Budoka unter der Leitung von Sensei Timo Gartner mit Ausschnitten aus dem Trainingsalltag. Ohne große Umschweife begannen die ersten Kanaren nach kurzer Aufforderung von Sensei Juan Antonio Pena Salinas in nach Alter getrennten Gruppen zu trainieren und machten ihre ersten Erfahrungen mit der Handhabung des Bokken. Dabei schafften es Sensei-ho Manuel Huck und Senpai Sarah Scheu mit Händen, Füßen und gebrochenem Spanisch den Jüngsten ein spaßiges Training mit dem Shuto zu vermitteln. Im Anschluss konnten die Mitmachenden unter der Anleitung von Sensei Thorsten Klein und Timo Gartner verschiedene Teile der SV ausprobieren und waren auch dann noch begeistert wenn ein Schockschlag härter durchkam als erwartet. Wie immer bewegten sich die Referenten unter Führung von Saiko Shihan Christian Wiederanders technisch und didaktisch auf allerhöchstem Niveau. Beglückwünschen dürfen auch die neuerlich grün tragenden Prüflinge Marius Roth und Liam Kaufmann, sowie zu gelb-grün geprüft Julian Külbs, wobei Liam mit seinen neun Jahren eine beachtliche Leistung ablieferte. Gran CanariaAlles in allem war der Tag auf ganzer Linie ein voller Erfolg.

Am Sonntag trafen wir uns nach dem Frühstück an der Rezeption des Hotels. Von dort aus fuhren wir zusammen mit den Taxen in das über 300.000m² große Aqua-Land. Neben den vielen Kinderrutschen für unsere kleinen Samurai unter 1.20m, bot der Park auch für Erwachsene ein ausgewogenes Angebot. Rasante Rutschen, in verschiedenen Variationen, ob einzeln oder in der Gruppe, von langsam bis schnell war alles vertreten. Gegen Mittag wurden die Wege immer heißer und es war fast unmöglich auf den mit Wärme aufgeladenen Steinen zu stehen. Zusätzlich füllte sich der Park immer weiter mit Touristen und Einheimischen, womit die Wartezeiten an den Rutschen ebenfalls immer länger wurden. Dazu gab es die Möglichkeit in einem Wellenbad zu schwimmen oder sich in einem langsamen „Fluss“ mit einem Reifen treiben zu lassen. Im ganzen Park waren Kameras versteckt, die während des Aufenthaltes Bilder von einem schossen. Zusätzlich konnte man Bilder von sich mit Seehunden machen lassen oder sogar mit ihnen schwimmen. Auch eine Fischpediküre oder 20-Tage-Tattoo konnte man sich machen lassen. Trotz der hohen Preise von Park, Essen und Bilder war es doch ein sehr genießbarer Tag.

Gran CanariaMontag und Dienstag waren Tage zum ausspannen und standen allen frei für die eigene Verfügung. Einige waren am Strand, andere haben eine Inselrundfahrt betrieben, besorgten Souvenirs oder verbrachten die Tage entspannt im Hotel und am Pool. Vor der Abreise zur frühen Stunde am Mittwoch fand Dienstagabend zum Abendessen ein allgemeines Resümee statt und die Teilnehmer gaben ihre Meinung zur reise kund.

 


27 Teilnehmer . . .

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Stimmen der Teilnehmer zur Sommerreise Gran Canaria 2011

Juan : „Die Sicht des Besuchten“: „Schönes außergewöhnliches Erlebnis.“

Manuel : „Viel Sonne, nette Leute, hat Spaß gemacht.“

Ramona: „Abwechslung und erlebnisreicher Urlaub mit Pech und Pannen.“

Ingolf: „Gran Canaria - eine Bereicherung für unseren Clan.“

Florian: „Sehr gut. Hat Spaß gemacht.“

Julian: „Wetter war super. Training war lehrreich.“

Tanja Kaufmann: „Bester Urlaub seit Jahren.“

Marc: „Wider Erwarten super sympathische Leute, die mit mir auf einer Länge liegen. Hätte ich nicht erwartet. SUPER LEUTE.“

Sarah Scheu: „Es war knorke!“

Marius: „Es war ein erlebnisreicher Urlaub mit neuen Erfahrungen und schönen gemeinsamen Erlebnissen.“

Christian Stöhr: „Sonne, Sand, Training und angenehme Gesellschaft– was will man mehr? Appaaaaa!!!“

Max: „Tolles Land, schönes Wetter, super Gruppe. Passt, super Urlaub!“


Ein paar Bildeindrücke . . .

Autoren: Louis Stoll, Christina Gotthard, Christian Stöhr, Sarah Scheu und Timo Gartner
Bilder: Tatsu-Ryu-Bushido - Canon EOS 400D
Erstellt am: 27. Juli 2011
   
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