Am zweiten Lehrgangswochenende gestalteten unsere Lehrgangsteilnehmer Ausschnitte aus dem Training . . .
Ich möchte an dieser Stelle einmal ganz konkret die folgenden Personen für ihr strebsames, vorbildliches Verhalten loben: Manuel Huck, Timo Gartner, Marcel Weßbecher, Dominik Pintilie und Manuel Griebel, unsere fünf (momentan vier, da M. Griebel leider abbrechen musste) Sportbundlehrlinge. Wenn wir nicht bereits vor dem Kompaktlehrgang zum Jugendleiter und Übungsleiter C auf dem Schirm des DOSB gewesen wären, spätestens jetzt dürften wir einen Stein im Sport-Brett haben.
Denn wer gleich am zweiten Lehrgangswochenende das komplette Abendprogramm für über 30 hauptsächlich jugendliche Teilnehmer übernimmt, der hat Großes vor. Dass ich hinzugebeten wurde, lag an der Tatsache, dass unseren Jungs der xx-chromosomale Anteil fehlte.
Bewaffnet bis an die Zähne erschien ich am Abend des 10.09.2011 und war leicht überrascht von der sper Stimmung unter den Teilnehmern der Ausbilderqualifikation, waren sich die meisten doch erst einmal zuvor begegnet.
Unsere schwarz gekleideten Drachenkrieger begannen nach einer kurzen theoretischen Einführung in unser System mit dem Training und vertrauten den Mitmachenden je ein bokken an. Den Jungs und vor allem den zahlreichen Mädels wurde recht schnell klar, dass wir eine Kriegskampfkunst ausüben, zeigten doch Sensei Timo und Sensei-ho Manuel H. schon zu Beginn die geplante Partnerübung in Echtzeit und mit dem richtigen kime. Aufgeteilt in zwei Gruppen (Gruppe Gartner versus Gruppe Huck) trainierten die Novizen die einzelnen Teile der Übung mit viel Feuereifer und Geschick, sodass die Zusammenführung aller Aspekte auch mit japanischen Kommandos reibungslos funktionierte. Das Interesse war geweckt und die 5 Bushi hatten alle Hände voll zu tun alle Fragen –theoretische und praktische- zu beantworten. Unter den wachsamen Augen ihrer Trainer wurde die richtige Handhabung so gut praktiziert, dass die bokken nur mit Widerwillen abgelegt wurden und ein weiterer Trainingsabschnitt dem Taiiku (Körperkunst, waffenlos) gewidmet werden konnte. Unterstützt wurden unsere Tatsu-Ryu-ka dabei von zwei weiteren Lehrgangsteilnehmern aus der Kampfsport-Szene (Jiu Jitsu und Karate).
Immer mit dem Bestreben gerüstet, andere Künste in die eigenen Fähigkeiten einfließen zu lassen und Neues zu lernen, trainierten Timo, Manuel, Hugo, Dominik und Marcel mit vollem Einsatz mit. Im Anschluss an das Mitmachprogramm kam dann auch meine Wenigkeit zum Einsatz. Im Rahmen einer kleinen Vorführung demonstrierten wir die Handhabung verschiedener Waffen, sowie die klassischen Körperkünste in der Anwendung. Besonders die Darbietung von Timo und Manuel (Hugo) mit den katana wurde mit Begeisterung verfolgt.
Ein „fachfremdes“ Publikum zu begeistern und mitzureißen, haben die Männer in jeden Fall geschafft, erschien doch direkt in der darauf folgenden Woche der „kleine“ Nils ins Training nach Limburgerhof. Ihr Handwerk beherrschen sie also, jetzt fehlt nur noch die Qualifikation des DOSB. Aber das sollte auch kein Problem sein!