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Religionen in Japan
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Religionen in Japan In der Vorstellung der Japaner muss man sich nicht zu nur einer Religion bekennen, denn der japanische Kulturkreis setzt sich aus mehreren Religionen zusammen, wobei die Grenzen fließend sind. Fast 80% der Bevölkerung gehören verschiedenen Religionen an. Der größte Teil der Japaner, 107 Millionen Menschen, fühlt sich zum Shintoismus zugehörig, 91 Millionen der Einwohner gehören dem Buddhismus an und lediglich 1,4 Millionen Menschen sind Christen. Die Religionen sind geprägt vom Brauchtum. Zu unterschiedlichen Festen werden verschiedene Traditionen der Religionen herangezogen. Es ist üblich shintoistisch zu feiern und zu heiraten. Jede Familie fühlt sich einem buddhistischen Tempel (Bodaiji) zugehörig. Dass Japan sehr tolerant mit Religionen umgeht, zeigt sich dadurch, dass es etwa 200.000 Religionsgemeinschaften gibt, in denen hauptsächlich junge Leute, die dem Konkurrenzkampf an Schulen ausgesetzt sind und sich einsam fühlen, Geborgenheit suchen.

Shintoismus:

Die ursprüngliche Religion der Japaner ist der Shintoismus. Diese Religion beinhaltet keine Lehren und Schriften – die Traditionen und Bräuche werden mündlich weitergegeben und basieren auf dem Glauben (Animismus), dass in jeder Naturerscheinung und in allen Dingen das Göttliche gegenwärtig ist. In japanischen Mythen wird erzählt, dass es acht Millionen solcher Götter (Kami) gibt, was verdeutlichen soll, dass unendlich viele von ihnen existieren. An Stellen, an denen man die Natur deutlich erleben konnte, wurden Schreine errichtet. Der Wichtigste ist der Ise-Schrein, der Ahnen-Schrein des japanischen Kaisers (Tenno). Der Kaiser wird als direkter Nachkomme der bedeutendsten Gottheit, der Göttin Amaterasu, bezeichnet. In diesen rund 100.000 Schreinen werden Shinto-Rituale abgehalten, man kann dort von den Göttern Unterstützung erbitten oder Papierzettel ziehen, meist an Neujahr, auf denen Vorhersagen für das nächste Jahr stehen. Falls die Botschaft der Person nicht gefällt, kann sie diese an einem Baum binden, dann tritt die Prophezeiung nicht ein. Die Japaner gehen beim Menschen immer von einem positiven Charakter aus, Schlechtes wird meist von bösen Geistern verursacht, die es mit Ritualen zu besänftigen gilt.

Buddhismus:

Der Buddhismus kam ab dem 5. Jahrhundert von Indien und China nach Japan, Buddha wurde als weitere Gottheit in den shintoistischen Glauben integriert und schon 200 Jahre später wurde der Buddhismus zur Staatsreligion ernannt. Er ergänzt den Shintoismus durch den Ahnenkult. In den Tempeln werden die Totenbücher verwaltet und für die Verstorbenen gebetet. Bei der Trauerzeremonie im Haus oder in einem Tempel wird der Verstorbene in den Sarg gebettet und der verschlossene Sarg verbrannt. Danach wird die Urne noch 49 Tage im Haus aufbewahrt, bevor sie auf einem Friedhof beigesetzt wird. Im Anschluss daran folgen die Gedenkriten, bei denen ein Priester an bestimmten Tagen Sutras, Teile aus buddhistischen Schriften, am Grab vor den Familienangehörigen liest. Am Todestag (Hoyo) wird vor dem Grab eine längliche, hölzerne Tafel (Sotoba) befestigt, auf die eine Sutra geschrieben wurde. Einen buddhistischen Tempel kann man an dem Symbol erkennen, welches im ersten Moment an ein Hakenkreuz erinnern mag. Es ist das aus dem Sanskrit stammende Sonnensymbol.

Christentum:

Mit der christlichen Missionierung begannen 1543 portugiesische Seefahrer auf Kyushu, indem sie für den Handel mit Schusswaffen die Bedingung stellten, dass sie in dem Territorium des Feudalherrn die Bewohner christlich bekehren durften. Doch nach wenigen Jahrzehnten ließ das Tokugawa-Shogunat die Christen verfolgen und hinrichten, weil man den Einfluss der Ausländer fürchtete und die eigene Macht gefährdet sah. In den letzten Jahrzehnten findet jedoch ein christlicher Brauch immer mehr Verwendung: Da man bei shintoistischen Hochzeiten nur die unmittelbaren Verwandten einladen darf, entscheiden sich viele junge Paare, christlich zu heiraten. Hierbei darf man mehr Gäste einladen, jedoch ist es teurer und man muss die soziale Hierarchie beachten, denn wenn man einen wichtigen Vorgesetzten vergisst, kann das schnell das Ende der Karriere bedeuten. Aus diesem Grund flüchten viele in die romantische Zweisamkeit nach Hawaii oder Okinawa, um sich dort in der hoteleigenen Kapelle zu vermählen. Heutzutage bekennt sich etwa ein Prozent der Bevölkerung zum Christentum.XXX.

   
Autor: Lea Deinert
Bilder: Tatsu-Ryu-Bushido – Canon EOS 350 D
  Eigentum und bereitsgestellt von Christian Wiederanders, Japanreise 2007
Erstellt am: 05/2009
Quellen:

Reisehandbuch „Japan“
Oliver Hoffman, Kikue Ryuno
1. Auflage 2006
ISBN-10: 3-8317-1481-9 - Reise Know-How Verlag

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