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Samurai Der japanische Begriff „Iaidô“ bezeichnet eine der ältesten Übungsformen der japanischen Schwertkampftechniken. Er setzt sich aus drei Kanji, japanischen Piktogrammen, zusammen. Das erste Zeichen bedeutet „entsprechen“, das zweite „sich befinden, sein“ und das dritte – im übertragenen Sinne - „Weg“. Die ersten beiden Kanji setzen sich zusammen zu „Iai“, was den Gesamtzustand des Angegriffenen beschreiben soll:
„…nämlich, dass dieser in idealer Weise ganz wach und ungeteilt, also ohne Angst und Schreck diesem Moment ohne Zögern voll entspricht. Dadurch, dass sein Geist nicht beeinträchtigt ist, auch nicht durch Furcht oder den Gedanken an eine Niederlage, hat er hier schon gegenüber dem auf Töten festgelegten Angreifer, der sich möglicherweise durch sein überraschendes Angreifen für überlegen hält, einen entscheidenden Vorteil. Der Sieg muss vor dem Ziehen des Schwertes errungen sein.“1
Das dritte Kanji wird „dô“ gelesen und fügt die Piktogramme so zu dem Begriff „Iaidô“ zusammen. Unter diesem Namen entwickelte Skulptursich in Japan vor etwa 400 Jahren das erste abgeschlossene Lehr- und Übungssystem, die Shigenobu-ryu. Viele Kriege führten inden folgenden Jahren dazu, dass sich mehrere hundert verschiedene Schulen entwickelten. Bis heute bestehen davon noch etwa 25 Schulen (z.B. Omori-ryu, Shin-kage-ryu, Katori-shinden-ryu, Muso-shinden-ryu, Hasegawa-eishin-ryu). Im Jahre 1868 entschlossen sich schließlich elf Iai- Meister dazu, ihr Wissen in sieben festen Kata zu bündeln. 1980 kamen noch drei weitere dazu. Diese zehn Kata werden heute Seitei Kata bzw. Seitei Iai genannt. Alle Seitei Kata verlaufen nach einem festen Schema. Zunächst muss Wachsamkeit hergestellt werden, bevor die eigentliche Bewegung – „kiri-otoshi“ – beginnt. Beim „kiri-otoshi“ kommt nun die körperliche Schwerttechnik dazu, d.h. neben der geistigen muss auch die körperliche Ausführung exakt sein. Schließlich kommt das „chiburi“, das Blut abschlagen. Anschließend wird die Klinge mittels „noto“ zurück in die Scheide geführt. Sowohl das „chiburi“ als auch das „noto“ bestehen aus ritualisierten Bewegungen. Es gibt mehrere festgelegte Möglichkeiten, das Blut abzuschlagen bzw. die Klinge zurück in die Scheide zu führen. Als Letztes wird die anfängliche Wachsamkeit wieder hergestellt und der Kreis geschlossen. Heutzutage dient das Iaidô also nicht nur zur Schulung der körperlichen Schwerttechnik, sondern durch das ständige Wiederholen von festgelegten Bewegungsabläufen auch der Schulung von „konzentrativen Elementen“ und der „damit verbundenen Erfahrung beim Übungsprozess“: „Gerade weil es beim Iaidô keinen Übungspartner gibt, ist es möglich, schlechte Angewohnheiten, Lässigkeit, Unkonzentriertheit, Mängel in der Bewegungm Verzagtheit und Furcht etc. bei sich selbst wahrzunehmen … . Diese zu überwinden, … das heißt, durch Übung ein neues, besseres Selbst zu erlernen, ist Aufgabe und Weg für jeden, der sich dem Iai verschrieben hat..“
 
Autor: Angela Damian
Bilder: Tatsu-Ryu-Bushido - Canon EOS 350 D
Erstellt am: 12/2007
Quellen:
Feliks F. Hoff, IAI-DO - …blitzschnell die Waffe ziehen und treffen, Weinmann, Berlin, 2004. 1: Feliks F. Hoff, IAI-DO - …blitzschnell die Waffe ziehen und treffen, Weinmann, Berlin, 2004, Seite 8.
2: Feliks F. Hoff, IAI-DO - …blitzschnell die Waffe ziehen und treffen, Weinmann, Berlin, 2004, Seite 9
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