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Tatsu-Ryu-Bushido Verhaltensrichtlinien (TRB)
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Tatsu-Ryu-Bushido Logo"Die sieben Tugenden der Samurai im Tatsu-Ryu-Bushido"

義    勇    仁    礼    誠    名誉    忠

Das Tatsu-Ryu-Bushido benutzt für die Interpretation der Dojo-Regeln die sieben Verhaltensrichtlinien (Kami) des Bushido nach Nitobe. Diese Tugenden sind gleichermaßen im Unterricht, auf Verbandsveranstaltungen und im privaten Umfeld auch in die heutige Zeit übertragbar und wurden Aufgrund langjähriger Erfahrung auf die Kampfkunst „Tatsu-Ryu“ angepasst. „Die sieben Tugenden“ der Samurai dienen sowohl für Schüler, als auch für Ausbilder und Funktionäre als Vorbild. Gerade im Tatsu-Ryu-Bushido, welches mit Holz- und Metallwaffen praktiziert wird, ist es erforderlich Verhaltensrichtlinien zu haben, um gemeinsam eine Kampfkunst ausüben.

1. Gi (義):   Aufrichtigkeit und Gerechtigkeit

Die erste der sieben Tugenden ist Gi, die Aufrichtigkeit, die eine durch die Vernunft getroffene Entscheidung beschreibt. Aufrichtigkeit und Gerechtigkeit bedingen auch den Umgang mit den Mitmenschen innerhalb und außerhalb des Dojo. Hierzu gehört Respekt und Toleranz gegenüber der Gleichheit aller Menschen, wie auch die Wahrung der Disziplin gegenüber dem Ausbilder und der Kampfkunst Tatsu-Ryu-Bushido.

2. Yu (勇):   Mut

Die zweite Tugend, Yu, der Mut, bedeutet zunächst die richtige Einschätzung/Beurteilung einer Situation um entsprechend zu handeln. Im Japanischen bezieht sich Mut darauf, das Richtige zu tun. Dies bedeutet unter anderem mit dem Konsum von Genussmitteln maßvoll umzugehen und illegale Substanzen gänzlich zu meiden. Generell erfordert es oft Mut das Richtige zu tun und dadurch eventuell einen schwereren Weg zu gehen. Mut bedeutet auch stets das Beste zu geben, auch wenn das Ziel unerreichbar scheint.

3. Jin (仁):   Güte

Die dritte Verhaltensrichtlinie ist Jin, die Güte, und bedeutet zunächst einmal jeden Menschen nach seiner Façon  glücklich werden zu lassen, sofern er nicht andere dadurch beeinträchtigt. In den Kampfkünsten heißt dies zum Beispiel keine Vergleiche zu anderen Stilen zu ziehen oder unnötig Techniken um der Aufmerksamkeit Willen in der Öffentlichkeit zu demonstrieren. Hierzu gehört auch sich mit anderen Künsten oder Dingen zu beschäftigen, welche nicht mit dem Budo verwoben sind.

4. Rei (礼):   Höflichkeit

Die vierte Tugend ist Rei, die Höflichkeit. Sie betrifft selbstverständliche Umgangsformen wie Hygiene, Pünktlichkeit, angemessene und vorgeschrieben Kleidung, allgemeine Ordnung und korrektes Verhalten. Höflichkeit ist somit keine oberflächliche Floskel, sondern ein realer Ausdruck des Respekts für den jeweiligen Gegenüber.

5. Makoto (誠) oder Shin (真):   Wahrheit und Wahrhaftigkeit

Die fünfte der sieben Tugenden ist Makoto oder Shin, Wahrheit und Wahrhaftigkeit, welche eng mit der Höflichkeit verbunden ist. Lügen galt dem Samurai nicht als Sünde, sondern wohl noch schlimmer als Schwäche. Nitobe spricht hier von "Bushi no ichi-gon" was in etwa „ein Krieger spricht mit einer Zunge“ bedeutet. Wahrheit/Wahrhaftigkeit bedeutet nicht nur ehrlich zu anderen Menschen, sondern vor allem auch zu sich selbst zu sein. Für einen Ausbilder gilt dies in besonderem Maße, denn er hat eine Vorbildfunktion.

6. Meiyo (名誉):   Ehre

Die sechste Tugend ist Meiyo, die Ehre, und bedeutet eine Wertschätzung der Pflichten und Privilegien des Menschen. Um gemäß der Ehre zu handeln, bedarf es des oben genannten Mutes. Früher wurde die Ehre oder auch der Name des Samurai als unsterblicher Teil der Existenz verstanden, eine Verletzung der Ehre war für den Samurai nicht hinnehmbar.

7. Chū (忠):   Pflicht und Loyalität oder auch Chūgi (忠義):   Treue

Die siebte ist Chugi, die Treue, und stellt das Wohlergehen der Gemeinschaft über den Einzelnen. Loyalität bedeutet durch sein Verhalten nicht wider die Ehre der Tradition der Kampfkunst zu handeln und deren Etikette zu wahren. Man sollte immer bemüht sein sich für das Tatsu-Ryu-Bushido auch außerhalb des Trainings einzusetzen, um anderen Menschen ebenfalls den Weg zur Kampfkunst zu ermöglichen. Das Leben des Samurai galt in der Feudalzeit als "günstig" (Nitobe) sofern durch seinen Verlust Ehre und Ruhm erlangt oder wieder hergestellt werden konnten und der Schlüssel dies zu bewerkstelligen war die Pflicht zur Treue.

 

Erstellt am:

31.12.2007 (Update 18.08.2010)


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