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Tatsu-Ryu-Bushido Waffen & Schwert (TRB)
| Stilbeschreibung | Ausbildungsinhalte | Waffen und Schwert | Geschichte und Entwicklung | Verhaltensrichtlinien |
| Kleidung und Gürtel | Wappen und Titel | Organisationsstruktur | Das Team | Mitgliedschaft |
 

Tatsu-Ryu-Bushido LogoMit dem 10. und 9. Kyu findet noch keine Ausbildung, sondern nur eine Einweisung, mit den traditionellen Waffen der Samurai statt. Diese beginnt erst mit dem Erlangen des 8. Kyus. Der Schwerpunkt der Waffenschulung im Tatsu-Ryu-Bushido liegt bei der Handhabung des japanischen Samurai-Schwertes „Katana, das von Beginn an mit dem „Bokken“ (Holzschwert) gelehrt wird. Ziel ist es jedoch, den Umgang mit den zwei Schwertern „Wakizashi“ (auch Dachi = Kurzschwert) und „Katana“ (auch Kodachi = Langschwert), wie einst Miyamoto Musashi, zu praktizieren. Die Ausbildung im Umgang mit weiteren traditionellen japanischen Holz- oder Metallwaffen (Tanbo, Nitanbo, Bo, Jo, Jitte, Tanto, Yari, Naginata, Shuriken und Tessen) wird jeweils, in zuvor aufgeführter Abfolge, je Gürtelgrad bis einschließlich dem 2. Dan-Grad, neben dem japanischen Schwert, behandelt. Mit dem 3. und 4. Dan stehen dann Sonderwaffen zur Auswahl, wobei jeweils eine davon gewählt werden kann, die zur folgenden Gürtelprüfung gezeigt wird. Auch das japanische Bogenschießen wird hierbei gerne gewählt.

Die Waffen im Tatsu-Ryu-Bushido


Bokken (Holzschwert) mit dem 8. - 3. Kyu-Grad / Bokken-Daisho (Holzschwertpaar) ab dem 1. Dan

木剣 / 木剣大小

ab diesem Gürtel beginnt die Ausbildung!

Das „Bokken“ ist ein in der Form dem „Katana“ nachempfundenes Langschwert aus Holz. Der Name „Bokken“ ist ein Synonym für den älteren Begriff „Bokutō“ (木刀)und weist eigentlich auf die dem Chinesischen entlehnte gerade Klingenform hin. Wie das später entwickelte Bambusschwert „Shinai“ ist das „Bokken“ eine von den Samurai benutzte Übungswaffe, um die hohe Verletzungsgefahr beim Training mit demKatana zu reduzieren. Dennoch ist im Umgang mit dieser, zumeist aus Roteichenholz gefertigten Waffe, große Vorsicht geboten. Im Tatsu-Ryu-Bushido bereitet man sich mit dieser Waffe auf das „Katana“ ab dem 8. Kyu-Grad vor. Ab dem 2. Kyu (teilweise sogar ab dem 4. Kyu, wenn 18 Jahre alt) wird dann mit dem Katana (Langschwert), und später mit dem Wakizashi (Kurzschwert), gearbeitet.


Tanbo (Kurzstock) mit dem 8. Kyu-Grad

短棒

ab diesem Gürtel beginnt die Ausbildung!

Der Tanbo ist etwa 40-60 cm lang, 3 bis 3,5 cm dick und wird gewöhnlich aus roter japanischer Eiche hergestellt. Der Tanbo oder die Nitanbo (zwei Tanbo) wurde auch von den okinawanischen Bauern ebenfalls zur Selbstverteidigung benutzt. Es ähnelt dem "Arnis", welches mit dem „Baton" (philipinischer Stock) praktiziert wird. Bei dieser simplen Waffe handelt es sich um einen Kurzstock, lapidar könnte man wohl auch Knüppel sagen. Mit einer Länge von etwa einem halben Meter ist diese Waffe zwar sehr kurz aber auch vielfältig und schnell zu führen. Zahlreiche Block-, Schlag- und Hebeltechniken sind in großer Geschwindigkeit möglich. So wird der Kraft- und Reichweitennachteil, etwa gegenüber dem „Bo“, durch Schnelligkeit und Variabilität wettgemacht. Im Tatsu-Ryu-Bushido wird der „Tanbo“ ab dem 8. Kyu-Grad geschult.


Nitanbo (Kurzstock) mit dem 7. Kyu-Grad

二短棒

ab diesem Gürtel beginnt die Ausbildung!

Die „Nitanbo“ sind als Waffe letztlich dieselben wie im vorausgehenden Kyu-Grad, jedoch wird nun mit zwei „Tanbo“ geübt. Beide sind etwa 40-60 cm lang, 3 bis 3,5 cm dicke Stöcke und werden gewöhnlich aus roter japanischer Eiche hergestellt. Da nicht immer nur eine Waffe des Paares aktiv sein soll, während die andere passiv verharrt, sondern beide zeitgleich und unabhängig voneinander eingesetzt werden sollen, wird diesem Prinzip ein ganzer Kyu-Grad beigemessen. Im Tatsu-Ryu-Bushido werden die „Nitanbo“ ab dem 7. Kyu-Grad geschult.


Jo (mittellanger Stock) mit dem 6. Kyu-Grad

ab diesem Gürtel beginnt die Ausbildung!

Der „Jo“ ist eine verkürzte und weniger dicke Variante des „Bo“, der auch im „Jodo“ und „Aikido“ benutzt wird. Die Länge eines „Jo“ ist etwa 1,30 m, bei einem Durchmesser von etwa 2,5 cm. Der „Jo“ ist damit ca. 20-30 cm länger als ein „Katana“. Im Gegensatz zu den „Kobudo“-Waffen (wie Bo, Tonfa und Sai) ist der „Jo“ nicht als Waffe der Bauernschaft entstanden, sondern eine echte Samurai-Waffe, deren Gebrauch in formellen klassischen Kampfkunstschulen (Koryu) gelehrt wurde. Diese modernere Variante des Stockkampfes wurde im 17. Jahrhundert von MusoGonosuke vom „ShintoRyu“ begründet. Dieser war wohl der einzige, der Miyamoto Musashi in einem Übungsduell mit Jo gegen Bokken ein Unentschieden abringen konnte. Geführt wird der „Jo“ wie eine Mischung aus „Bo“ und Schwert; so werden durch den Verlust von Wucht und Reichweite andere, ausgefeiltere Techniken möglich. Die Grundlagen des „Bo“ werden nun durch Stich- und vor allem Fegetechniken erweitert. Im Tatsu-Ryu-Bushido wird der „Jo“ ab dem 6. Kyu-Grad geschult.


Bo (Langstock) mit dem 5. Kyu-Grad

ab diesem Gürtel beginnt die Ausbildung!

Der „Bo“ ist ein Langstock mit einer Länge von etwa 1,80 m und sollte damit dem Bushidoka etwa bis zur Schläfe gehen. Die Dicke beträgt ca. 2,5 - 3 cm. Meist wird das Holz der Rot- oder Weißeiche verwendet. Der „Bo“ wurde wohl erstmals von den Shaolin-Mönchen als Waffe eingesetzt, durch die er dann auch nach Japan gelangte. Die Anwendung des „Bo“ ist vielseitig: vom einfachen Wanderstab, dem Ursprung der Waffe, bis hin zu einer mächtigen Angriffs- und Verteidigungswaffe. Hierbei ist die enorme Wucht des Stabs, wie auch die hohe Reichweite zu berücksichtigen. Der Umgang mit dem Langstock ist verhältnismäßig einfach zu erlernen, sodass der „Bo“ womöglich bei den Samurai als Vorstufenwaffe zu „Naginata“ und „Yari“ galt. Im Tatsu-Ryu-Bushido wird dieser Stab ab dem 5. Kyu-Grad geschult.


Jitte (Schwertfänger) mit dem 4. Kyu-Grad

十手

ab diesem Gürtel beginnt die Ausbildung!

Mit dem vierten Kyu beginnt die Ausbildung an den Metallwaffen. Der „Jitte“ (oder „Jutte“) war ein Metallknüppel und wurde insbesondere zum Blocken gegen das Schwert verwendet. Der Name „Jitte“ ist gleichermaßen der Name aus einer Karate-Kata und suggeriert mit seinem Namen, man verfüge mit ihm über die "Kraft von zehn Händen". Der „Jitte“ war die Waffe der Gesetzeshüter, welche sich damit auch gegen die Schnittwaffen, beispielsweise betrunkener Ronin zur Wehr setzen mussten. Der „Jitte“ hat eine zur Spitze hinlaufenden "Metallstrebe", mit welcher es möglich ist, nach dem Block eine Schnittwaffe festzuhalten. Der Name der Waffe weist bereits auf die unbedingte im Training gebotene Vorsicht im Umgang mit der Waffe hin - die Schlagwirkung ist enorm. Der Vater des legendären Schwertmeisters Miyamoto Musashi, Munisai, soll ein Experte im Umgang mit dem „Hachiwari“ gewesen sein. Im Tatsu-Ryu-Bushido wird der „Jitte“ ab dem 4. Kyu-Grad geschult.


Tanto (japanisches Messer) mit dem 3. Kyu-Grad

短刀

ab diesem Gürtel beginnt die Ausbildung!

Das „Tanto“ ist ein leicht gebogenes Messer mit einer Klingenlänge von weniger als 30 cm. Ein „Tanto“ ist einschneidig und wird nach identischer Schmiedetechnik wie das Langschwert hergestellt. Die Bezeichnung „Tanto“ im engeren Sinne bedeutet, ein Messer mit Tsuba (Stichblatt), obwohl auch Sonderformen ohne Stichblatt (Aikuchi合口) existieren. Für das schnelle Training mit dem Partner werden aus Hartholz gefertigte Varianten eingesetzt. Das „Tanto“ bestimmt den Inhalt der Waffenausbildung mit dem 3. Kyu. Das Messer gilt aufgrund seiner enormen Schadenswirkung und der Möglichkeit, es leicht zu verbergen, als eine der gefährlichsten Waffen. Das Prinzip von Angriff und Abwehr ist ähnlich dem waffenlosen Kampf, es wird vornehmlich mit schnellen und kurzen Stichen und Schnitten gekämpft. Blocks mit dem „Tanto“ sind eher unüblich, zumeist ist die Abwehr schon der Beginn des nächstens Angriffs.Im Tatsu-Ryu-Bushido wird das „Tanto“ ab dem 3. Kyu-Grad geschult.


Yari (japanische Lanze) mit dem 2. Kyu-Grad

ab diesem Gürtel beginnt die Ausbildung!

Das „Yari“ ist die erste traditionelle Beiwaffe eines Samurai (neben „Naginata“) und wird parallel mit dem „Katana“ erlernt. Das „Yari“ war als Speer oder Lanze die Langwaffe der zumeist berittenen Samurai, wobei der Schaft bis zu 240 cm lang war. Diese zweischneidige Waffe, deren Klinge zwischen 15 cm und 60 cm lang ist, wurde ausschließlich direkt geführt und nicht geworfen. Erst wenn das „Yari“ im Kampf verloren ging, wurde üblicherweise zum „Katana“ gegriffen. Neben dem Langschwert „Katana“, galt das „Yari“ als effektivste Waffe im Nahkampf während der Schlacht, sowohl auf dem Pferd, als auch vor allem am Boden. Im Tatsu-Ryu-Bushido wird das „Yari“ ab dem 2. Kyu-Grad geschult.


Naginata (Schwertlanze) mit dem 1. Kyu-Grad

薙刀 oder veraltet 長刀

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Die „Naginata“ ist zwischen 150 und 260 cm lang. Sie besteht grundsätzlich aus einem 120 –150 cm langen Stock und einer 85–100 cm langen Klinge, die verschieden verarbeitet und geschwungen sein kann. Die Klinge wurde wie beim „Katana“ auf besondere Art und Weise geschmiedet. Sie lässt sich in Japan seit dem 12. Jahrhundert nachweisen und wurde sowohl von Samurai, als auch von Fußsoldaten benutzt und oft gegen Reiter eingesetzt. Häufig wurden auch die Frauen der Samurai im Umgang mit der Waffe unterrichtet und auch heute noch erfreut sich der "Naginatado" großer Beliebtheit an japanischen Mädchenschulen. Durch die Hebelwirkung bei den Hieben kann auch ohne großen Kraftaufwand großer Schaden angerichtet werden. Dennoch benötigt man mit dieser Waffe relativ viel Platz, um ihre Wirkung zu entfalten. Im Tatsu-Ryu-Bushido wird die „Naginata“ ab dem 1. Kyu-Grad geschult.


Shuriken (versteckte Handwurfwaffe) mit dem 1. Dan-Grad

手裏剣

ab diesem Gürtel beginnt die Ausbildung!

Die „Shuriken“ (versteckte Klinge) wurden laut Überlieferung in verborgenen Taschen in der Jacke oder im „Hakama“ (Hosengewand, Reithose) mitgeführt; dies meint nicht primär die in Europa populären Wurfsterne (in Deutschland verboten), sondern auch kurze Messer und Metallstifte („Bo-Shuriken“). Diese wurden meist verdeckt transportiert, beispielsweise in der Rückenklappe der Hakama. Auf kurze Distanz geschleudert dienten diese Klingen meist dazu, einen Gegner zu verletzen und ihn zu behindern, waren aber originär nicht als primär tödliche Waffen gedacht. Den japanischen „Shinobi“ (忍び), im Westen als „Ninja“ (忍者) bekannt, sagt man nach, dass sie die Handhabung der Wurfklingen bis zur Perfektion verfeinert hätten, jedoch nutzten auch die Samurai diese Waffe. Im Tatsu-Ryu-Bushido werden die „Shuriken“ (keine Wurfsterne) ab dem 1. Dan-Grad geschult.


Tessen (japanischer eiserner Fächer) mit dem 2. Dan-Grad

鉄扇

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Der „Tessen“ (japanischer eiserner Fächer), diente im Gegensatz zum „Sensu“ (normaler Faltfächer) nicht primär zum Fächeln von Frischluft, sondern als verborgene Waffe. Der „Tessen“ enthielt in seiner Fertigung meist mehrere Teile Metall und konnte so gegen vitale Punkte des Gegners eingesetzt werden, wenn der Samurai, wie es beim Betreten eines Hauses üblich war, sein „Katana“ abgelegt hatte. Im Tatsu-Ryu-Bushido wird der „Tessen“ ab dem 2. Dan-Grad geschult.

 

Katana/Tachi (japanisches Langschwert) mit dem 2. Kyu-Grad

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Das Samurai-Langschwert auch "Tachi" genannt, hat eine Klingenlänge von ca. 60 bis 75 cm und eine Grifflänge von ca. 25 bis 35cm und ist eine einseitige scharfe Schnitt- und Stichwaffe. Man sagt, das Schwert ist die Seele des Samurai. Durch das Ideal des Samurai und seiner Versinnbildlichung, dem Schwert, kam es dazu, dass ein Schwert eine besondere Symbolik hatte. Als Zeichen der hochgeschätzten Samurai und ihrer Kampfkunst wurde es als ein edles Objekt von hohem Stellenwert betrachtet. Deswegen ist auch verständlich, dass jeder Samurai ein besonderes Meisterstück sein eigen nennen wollte, da dies seine Person widerspiegelt. Im Tatsu-Ryu-Bushido wird das „Katana/Tachi“ (Langschwert) ab dem 2. Kyu-Grad geschult und getragen.

Erfahren Sie mehr über das japanische Schwert der Samurai im folgenden Artikel >>>


Wakizashi/Kodachi (japanisches Kurzschwert) mit dem 1. Dan-Grad

脇差

ab diesem Gürtel beginnt die Ausbildung!

Das Wakizashi wird auch als "Shōtō" oder "Kodachi" (Kurzschwert) bezeichnet und ähnelt dem Katana, jedoch hat es eine kürzere Klinge, von ca. 40 bis 60 cm und eine Grifflänge von ca. 15 bis 25cm. Man könnte es auch als „Begleiter des Gürtels“ bezeichnen. Miyamoto Musashi machte sich jedoch das Kurzschwert zu nutzen und praktizierte in seinem Niten-Ichi-Ryu, die Schule des Zweischwerterkampfes. Im Tatsu-Ryu-Bushido wird das „Wakizashi“ (Kurzschwert) ab dem 1. Dan-Grad geschult und zusammen mit dem „Katana“ (Langeschwert) getragen. Ab dem 3. Dan-Grad wird ebenfalls, wie einst Miyamoto Musashi im Niten(Nito)-Ichi-Ryu (Zweischwerterschule), mit dem Daisho/Nito (Lang- und Kurzschwert) zusammen praktiziert.

Erfahren Sie mehr über das japanische Schwert der Samurai im folgenden Artikel >>>


Anlehnung an den Niten-Ichi-Ryu-Examen:
  1. Shoden (zum 1. Dan): Formen mit dem Tachi
  2. Chuden (zum 2. Dan): Formen einzeln mit dem Tachi und Kodachi
  3. Okuden (zum 3. Dan): Formen einzeln mit dem tachi und Kodachi, sowie Nito
  4. Menkyo (zum 4. Dan): Formen einzeln mit dem tachi und Kodachi, sowie Nito / Bojutsu
  5. Menkyo Kaiden (zum 5. Dan): Meister Exam im Niten-Ichi-Ryu
 

Erstellt am:

18.03.2008 (Update 05.01.2012)


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